Neu hier
Hallo an Euch alle,
ich bin schon mehrfach hier im Forum unterwegs gewesen - allerdings bis heute nur als stiller Leser und Beobachter.
Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen (ihr kennt das sicher alle nur zu gut) wo ich mich endlich auch mal mitteilen möchte.
Ich habe mich spontan dazu entschlossen, meinen Beitrag in diesem Thread zu schreiben, ich denke aber es hätte aber auch woanders reingepaßt.
Zur Einführung:
Ich selbst bin männlich, 42 J., vh, keine Kinder.
Es geht um meine Schwiegermutter, sie ist jetzt 68.
Vor drei bis vier Monaten klagte sie über zunehmend stärker werdende Rückenschmerzen (sie hatte vor ca. 25 Jahren mal einen ziemlich üblen Bandscheibenvorfall, daher dachte ihre Hausärztin jetzt auch wieder an die selben Probleme).
Nach zwei Wochen Physiotherapie hatte sich ihr Schmerzbild nicht verändert, so dass sie in die Röhre kam.
Hier stellte man dann auch tatsächlich mehrere Vorfälle fest und sie sollte operiert werden. Routinemäßig wurde für die Anästhesie die Lunge geröntgt.
Hier stellte man dann einen Schatten fest, die OP wurde daher erstmal abgesagt.
Weitere Untersuchungen ergaben schließlich folgendes Bild:
kleinzelliges Bronchialkarzinom 6,5 cm, ED II mit Metastasierungen im gesamten Körper (Skelett -insbes. Wirbelsäule unten und Halswirbelsäule, Nebennieren, Haut, Gehirn).
Sie liegt jetzt seit mitlerweile 4 Wochen stationär und hat bis gestern 15 Bestrahlungen sowie einen Kurs Chemo, also 5mal, hinter sich.
Offensichtlich hat die Chemo und/oder Bestrahlung gut angeschlagen, denn es geht ihr jetzt offensichtlich sehr viel besser als noch letzt Woche.
Da ich vielleicht ein wenig mehr Distanz habe als meine Frau (schließlich ist es ihre Mutter) habe ich ein nicht näher zu beschreibendes eher schlechtes Gefühl. Damit meine ich, dass es einige Anhaltspunkte gibt die mich zu der Vermutung veranlassen, dass es ihr nicht so gut geht wie es vielleicht scheint: sie hat extrem viel Wasser in Beinen und vor allem in den Füßen, kann keine feste Nahrung z u sich nehmen, ihr Wesen hat sich insgesamt verändert und vor allen Dingen: sie spuckt Blut !
Es gabe auch schon einige, teils lange, Gespräche mit der behandelnden Ärztin. Sie hat uns von Anfang an nichts vor gemacht. Sie meinte, es sähe sehr schlecht aus und man müsse jetzt einfach von Tag zu Tag neu entscheiden.
Mein Schwiegervater und meine Frau sind allerdings jetzt - aufgrund der objektiven Verbesserung der Zustandes meiner Schwiegermutter- guter Hoffnung, 'dass es wieder wird'.
Ich bin da eher realistisch da ich vermute, dass es demnächst wieder bergab geht. So wie ich hier aus dem Forum erfahren habe, bringt die Chemo meist nur geringe bzw. kurfristige Linderung/Heilung, oder ?
Worum es eigentlich geht: Wie soll ich mich meiner Frau / meinem Schwiegervater gegenüber jetzt verhalten ? Ihnen durch meine Einstellung zu der Sache den Mut nehmen oder ihnen selbigen besser zusprechen ?
Ich weiß, Ferndiagnosen sind immer sehr schwer. Aber wie seht Ihr die Gesamtsituation ?
Vielen Dank und vor allem: Euch und Euren Lieben viele Grüße und (auch wenn's hier und da nicht so gut paßt) alles Gute
gandolf
P.S. Bitte nicht böse sein wenn ich jetzt hier nicht auf die vorigen Einträge eingegangen bin...
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