Einzelnen Beitrag anzeigen
  #232  
Alt 22.10.2005, 20:38
Michaele Hendrichs Michaele Hendrichs ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 19.10.2005
Beiträge: 241
Blinzeln AW: Behandlung von Lebermetastasen

Hallo Veronica, wollte dir ein paar liebe Grüße aus dem Sauerland schicken. habe mich länger nicht gemeldet, hatten irgendwie Schwierigkeiten mich in das neue Forum einzuklinken. Hab mich da wohl etwas blöd angestellt. Jedoch habe ich jeden Tag im Forum mitgelesen und mitgelitten.
Ich kann deine Gedankengänge bezügl. CT vor Weihnachten sehr gut verstehen. Überhaupt sind es einfach die schlimmsten Tage im Jahr wenn es wieder soweit ist. Irgendwie möchte man das gerne verdrängen, doch es geht nicht. Auf der einen Seite denkst du "Ach ich will es vor den Festtagen gar nicht wissen, auf der anderen Seite jedoch weißt du tief im Innern das dir die tage eh kein guttun wenn du keine Gewissheit hast. Vorallem hast du immer den Gedanken im Kopf das es im Januar sowieso soweit ist.
Leider liegt unser Termin auch wieder in der Weihnachtszeit und das ist dann irgendwie noch schlimmer.
Wir fahren auch weiterhin nach Waldbroel zur Chemo und Mama hat nun die 70 Chemo hinter sich. Gottlob geht es ihr immer noch sehr gut. Der Tumor hat sich in den letzten 2 3/4 Jahren nicht verändert und es sind auch keine Metastasen da, obwohl man ihr in Bonn und Hannover nur eine Lebenszeit von ca. 3 Monaten gegeben hat. Habe dir ja schon erzählt das wir sehr viel mit Vitaminen (aber nicht die von Dr. Rath, das hätten meine Eltern auf Dauer nicht finanzieren können), Mistel, grünen Tee, Aloe Vera u.s.w. machen. Das haben wir auch weiterhin beibehalten und werden das auch auf keinen Fall ändern. Unser Onkologe und auch unser Internist bei dem ich beschäftigt sind, können das nicht begreifen. Sie sagen immer, Mama sei ein kleines Wunderwerk und das denke ich auch oft. Sie ist total agil, macht Walking, fährt 3 x im Jahr in Urlaub und hat auch sonst keine Beschwerden. Wenn da nur nicht dieser sch.... Tumor wäre. Man weiß ja nie, ob er irgendwann mal explodiert, das kann uns auch kein Arzt sagen. Doch bis dahin werden wir auch weiterhin jeden Tag genissen und einfach hoffen, das der Tumor auch in Zukunft "still bleibt". Doch die Angst ist da, Tag und Nacht. Man schläft mit dem Gedanken ein und wacht am Morgen wieder damit auf. Ich leide mit meiner Mama genauso mit, als wenn ich die Krankeit selber hätte.

Hoffentlich bessern sich deine Rückenprobleme wenigstens, denn das kannst du nicht auch noch gebrauchen. Deine Last ist eh schon schwer genug.

Liebe Petra, auch deine Geschichte musste ich als "stiller Lesen" täglich mitverfolgen und ich wünche dir von Herzen alles Liebe und das du Menschen hast die dich jetzt auffangen. Leider konnte ich dir nicht eher mein Beileid aussprechen, doch in Gedanken habe ich richtig mitgelitten. Dir alles, alles liebe.
Werde mich jetzt mal wieder öfters melden und bin nun wieder eine von Euch, nachdem ich nun endlich mit Hilfe meines Mannes wieder hier ins Forum steigen konnte
Mit Zitat antworten