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Alt 02.01.2006, 14:21
Marion_Sch Marion_Sch ist offline
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Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hi kleine Maus,

erstmal herzlich Willkommen bei uns! Es freut mich, dass du den Weg zu uns gefunden hast.
Schön, dass es deiner Mutter gut geht und dass sie nicht aufgegeben hat!!! Sowas zu lesen baut unheimlich auf. Bei meinem Vater hat man vor ziemlich genau 2 Jahren Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt und ich (und auch alle anderen hier) können gut nachvollziehen, was so eine Diagnose für euch bedeutet hat. In der Zeit, wenn es kritisch ist und es der betreffenden Person schlecht geht, sind die Ängste andere, als jetzt wo deine Mutter gesund ist...Jetzt ist es doch bestimmt so ein Gefühl wie, was ist, wenn der Krebs wiederkommt...so eine Angst, die irgendwie immer da ist und an einem frisst...und man denkt in den merkwürdigsten Momenten daran...Und dann wird man traurig und ängstlich und die Freunde wissen damit nicht umzugehen. Das kenn ich auch...meinem Vater geht es zur Zeit trotz Chemo recht gut und dann bin ich auch sehr ausgeglichen und fröhlich und fast wieder so wie früher...und dann, wenn man nicht damit rechnet, kommt diese blöde Angst hoch und man ist total verzweifelt...
Wenn deine Freunde damit nicht umgehen können, sei ihnen nicht allzu böse, sie wissen meistens nicht, wie es ist in einer solchen Situation zu sein und sind überfordert. Ich habe festgestellt, dass es einige gibt, die können super gut damit umgehen und mit denen rede ich in solchen Momenten dann auch und es gibt andere, die können eben nicht gut damit umgehen...sie wollen einem dann aber meistens nicht wehtun und vermeiden das Thema deshalb...
Also, wenn es dir nicht gut geht (und auch zu jeder anderen Zeit) komm einfach ins Forum und schreib uns, das hilft! Und hier ist eigentlich immer jemand, der zuhört...

So ihr lieben da draußen...ich muss mal wieder los!

Meld mich bestimmt später wieder.

Lieben Gruß Marion
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Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heisst.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.
(Sergio Bambaren)