Hallo Laura,
habe eben meinen Vater angerufen und mich entschuldigt. Er hat geweint und gemeint: "Vertragen wir uns wieder? Ich sterbe doch bald." Ohje, ich muss heulen, wenn das schreibe....
Das mit deiner Mama tut mir sehr leid. Ich find es auch ganz furchtbar, wenn man den Menschen jetzt sieht, wie er durch die Krankheit wurde (abgemagert, schwach etc) und wenn man sich daran erinnert, wie er vorher war...Ich denk mir immer, dass es fast so erscheint, als hätte etwas ganz Böses (= in dem Fall der Krebs) von dem Menschen Besitz ergriffen und ihn so verändert. Ist ja auch so.
DU BIST ABER NICHT ALLEINE !!!!
Ich weiß, es fällt einem manchmal einfach alles alles schwer.
Geht mir auch so. Ich kann auch mir fast niemandem darüber sprechen. Ich rede sowieso nicht gerne über mich und jetzt, wo alles so schlimm geworden ist, noch weniger.
Meine Freunde, von den meisten fühl ich mich auch im Stich gelassen. Meine beste Freundin hat sich am Freitag das 1. Mal nach 3 Wochen bei mir gemeldet. Das letzte Mal, als wir uns gesehen haben, hab ich Rotz und Wasser geheult (das mache ich sonst bei keinem anderen Menschen).
Ich kann also nachvollziehen, was du schreibst: Niemand versteht es wirklich.
Die meisten wollen von unseren Problemen nicht behelligt werden, weil sie Angst davor haben oder froh sind, dass es sie nicht getroffen hat.
Tja, so sind sie, die Menschen.
Laura, ich drück dich