Hallo,
das ist ja grausam, was man da hört
Als bei meiner Mutter letztes Jahr im Februar Brustkrebs (3+) mit drei Tumorherden und über 20 befallenen Lymphknoten festgestellt wurden, war von Herceptin keine Rede. Als nun nach einem Jahr eine Entzündung auftrat, die sich zunächst keiner erklären konnte und sie deshalb beim Oberarzt landetet, fragte der: "Wieso hat ihre Mutter bei dieser Prognose kein Herceptin bekommen?"

HALLLOOOO! Bin ich der Arzt? Habe dann etwas von fehlenden metas und Kassenpatient gemurmelt. Als nun festgestellt wurde, daß es sich um ein Rezitiv handelt und sie (Gott sei dank!) keine Metas hat, hat er bei der Krankenkasse (AOK Bayern) Herceptin beantragt und 4 Tage später lief es schon das erste Mal. Nie mehr was von der Krankenkasse gehört
Man hatte uns auch gesagt, daß es beim ersten Mal danach zu einer Reaktion wie einem Grippebefall kommen kann, der aber nach 1-2 Tagen wieder vergeht. So war es dann auch und beim zweiten Mal war gar nichts mehr.
Wir hoffen nun sehr auf das Herceptin! Ich wünsche allen hier, daß es hilft und Barrieren baut

Schlimm genug, daß man sich mit der Krankheit auseinandersetzen muß, aber dann noch die Krankenkasse um ein wenig Hoffnung anzubetteln zu müssen. Zum
Drück euch die Daumen udn hoffentlich sind den Krankenkassen gesunde Patienten durch Vorsorge bald wichtiger.
Alles Liebe,
Sifra