AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????
Hallo ihr Lieben,
eigentlich stimmt es ja - ich tröste mich auch immer damit, dass 2 einhalb Jahre für diese Diagnose eine lange Zeit sind. Bis Ostern war meine Ma auch noch relativ klar im Kopf, zwar schwach aber man konnte sich noch gut mit ihr unterhalten. Hier in Kürze mal der Lauf der Krankheit: Diagnose im Dezember 2003, es wurde ihr ein Shunt gesetzt, um das gesammelte Hirnwasser abzuleiten. Danach folgten Chemos und Bestrahlungen - u. a. auch in der Berliner Charité. Die Turmore wurden mehr, schienen aber wenigstens nicht so schnell zu wachsen (Operation stand außer Frage, wg. der großen Anzahl). Seit ein paar Monaten wurden dann auch noch Ödeme festgestellt. Diese werden mit Cortison behandelt. Wir hatten den Eindruck, dass sie auch seit dem immer schwächer wurde. Ich habe mich über Weihrauch schlau gemacht, als teilw. Ersatz zum Cortison, das war jedoch auch nicht das gelbe vom Ei.
Das schlimme ist, dass man bisher immer noch Hoffnung haben konnte, dass die ein oder andere Therapie Wirkung zeigen könnte. Doch jetzt ist meine Ma nur noch schwach, sie kann nicht mehr aufstehen und die Ärzte machen auch nichts mehr.
Meine Ma hatte, obwohl sie an Gott glaubt, immer Angst vor dem Tod. Ich sage mir jetzt, dass diese Verwirrung und die Abwesenheit, die sie zur Zeit hat, ihr wenigstens die Angst nimmt, oder?
Ganz toll ist aber, dass wir eine 24 Stunden Pflege zu Hause haben. Eine sehr liebe Frau, die uns und besonders meinen Vater unterstützt mit Pflege und Haushalt. Ich habe im Forum gelesen, dass viele Ihre Lieben ganz allein Pflegen - Hut ab! Das ist ein sehr schwerer Job!
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