Einzelnen Beitrag anzeigen
  #101  
Alt 07.06.2006, 12:07
Doris Elena Doris Elena ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 26.09.2005
Ort: München
Beiträge: 143
Standard AW: Wie soll es weiter gehen?

Hallo meinen Lieben,

tut mir leid, wenn ich Euch durch mein längeres Nichtschreiben verunsichert habe. im Büro wars so stressig, dass ich immer anfing zu schreiben und dann doch wieder keine Zeit hatte. Zudem war ich etwas erkältet - ich glaube die Kräfte sind einfach ausgegangen - und habe zu Hause ja kein Internet. Da ich jetzt aber wieder im Büro sitze schreibe ich Euch gleich mal.

Und wie ich mich gefreut habe von Euch zu lesen

Tja. was gibt es Neues. Ich war ausnahmsweise eben mal nicht in Österreich am We. Weil ich eben kränkelnd auf der Couch lag..deswegen konnte ich auch zunächst nur mit Mama telefonieren, da dann aber ein alter Bekannter aus USA zu Besuch war haben wir es uns in einem typisch bayerischen Gasthaus gemütlich gemacht. Seine Frau hatte Brustkrebs, hat es aber soweit überstanden.

Ich würde mich schon freuen wenn es "nur" Brustkrebs wäre, denn das schaffen so viele diesen zu überwinden.

Auf jeden Fall ist meine Mutter psychisch immer noch labil. Sie war bei mir zum Essen und hatte aber starke Rückenschmerzen. Zudem hat sie das Gefühl, dass es ihr den Magen immer mehr zuschnürt. Nach dem Essen geht es ihr immer nicht so gut. Jetzt ist sie meist nur halbe Portionen. Weil sie einfach nicht mehr reinkriegt. Seit sie von der Verdichtung um die Bauchnarbe rum gehört hat ist sie total verunsichert. Es hat ja keiner was genaues gesagt. Sie wissen eben nicht ob es Metas sind, wohl aber schon. Ich versuche meine Mutter zu beruhigen, und ihr logisch aufzuschlüsseln, dass sie die Magenprobleme in Zusammenhang mit dem Essen eigentlich ja direkt seit der OP hat, seit eben die Narbe da war, aber dass das nicht zwingend heißt, dass der Tumor auf den Magen drückt oder gewachsen ist.. Was es natürlich eigentlich schon heißen kann.

Sie hat davon gesprochen, dass eine Bekannte Schlaftabletten genommen hat und ob man das nicht auch mal andenken sollte. Was sagt man darauf?! Was würdet ihr sagen?! Das ist doch einfach nur Mist. Ich muss mit meiner eigenen Mutter darüber reden, ob wir ihr irgendwann mal Schlaftabletten geben, dann wenn sie vor lauter Schmerzen nicht mehr kann.. Ich fass es nicht.. diese Krankheit macht mich wahnsinnig. Warum fliegen wir denn auf den Mond, verpflanzen Organe, klonen Schafe usw.. Warum kann man dagegen nichts tun..

Nächste Woche ist wieder Chemo; Avastin, Oxaliplatin, Gemzar....was soll man sonst machen, wenn das nicht hilft, dann fahren wir vielleicht doch nochmal nach Heidelberg aber mal ehrlich, der Streick bei den Ärzten wirkt sich nicht wirklich positiv auf die Betreuung der Patienten aus...

Mein Freund muss ab diesem We für 3 Wochen nach Italien, davor habe ich auch schon Angst, da er mir bisher immer wieder versucht hat ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und das mit Erfolg.

Das sind also die latest news..unserem Hund gehts da noch am Besten, doch selbst die weicht meiner Mutter nicht mehr von der Seite...Ich werde demnächst im KH fragen, was man mit dem Magen tun kann oder muss.

Es grüßt Euch von ganzen Herzen
Doris

Mit Zitat antworten