Hallo liebe jule
das ist echt verblüffend,bei mir ist es ähnlich.
Mein Bruder ist 17 ,hat eine 24j. Freundin,die inzwischen bei uns eingezogen ist.
Er hilft überhaupt nicht im Haushalt und hat unsrer Mutter gegenüber noch einen frechen Mund.
Da meine Mutter nicht mehr Arbeiten gehen kann,sind wir finanziell auch sehr eingeschränkt und mussten das untere Stockwerk unseres Hauses vermieten. Nun leben wir zu 5 auf engstem Raum und so hart das auch klingen mag empfinde ich die freundin meines bruders als störfaktor und finde es unverschämt sich gerade zur gegebenen situation hier einzunisten. mit 24 jahren...
und wie ich das kenne,mit den angeblichen freunden.
als 2004 die diagnose bk bei meiner mama gestellt wurde,reagierten meine freunde lieb und sagten sie seien immer für mich da. verstanden gefuehlt habe ich mich nie von ihnen aber ihre geste und ihre worte fand ich nett. während der chemozeit musste ich viel fuer mama machen und den haushalt und habe mich stundenlang zu ihr gesetzt,weil sie nur im bett liegen konnte da sie alle erdenklichen nebenwirkungen hatte. ich hatte einfach keine lust party zu machen,in discos zu gehen. das war vorher nie meine welt gewesen,habe es aber ihnen zuliebe gemacht,aber als meine mutti dann die diagnose bekam,da konnte ich einfach nicht mehr weggehen...langsam aber sicher haben sich dann alle aus dem staub gemacht.von meinen alten freunden ist mir eine geblieben. das tat unheimlich weh und ich hab mich so verdammt einsam gefühlt,fühle es mich noch heute - aber inzwischen weiss ich,dass ich auf sowas keinen wert mehr lege und ich will mit denen nichts mehr zu tun haben.
manchmal wünschte ich mir ich haette einen freund, eine schulter zum anlehnen,ausweinen...jemand der mich liebt - aber so jemanden gibt es nicht und wird es nicht geben.
Meine Mutter hat yT3 pN1a G3 , ein hormonabhängiger tumor..
G3 ist leider nicht so erfreulich...
Ja so war es bei meiner Mutter auch,der Haarverlust,Schüttelfrost,knochenschmerzen und bei ihr auch Übelkeit und erbrechen so,dass sie tagelang nach der Chemo nur im Bett lag!
körperlich geht es meiner mam inzwischen recht gut psychisch ist es ein auf und ab. oft sagt sie,dass sie das und das nicht mehr erleben wird und eh verrecken wird und das doch alles sinnlos sei und das ihr leben vorbei wäre..
wenn sie das sagt oder wenn ich sie weinen sehe,durcbohrt mich ein schmerz als würde irgendjemand ein messer in mich reinrammen...
ich weine und bin verzweifelt - weil...man kann nichts tun...
ich drück dich,
ylva