AW: Leben mit Magenkrebs?!
Hallo Eisbaer74,
mein aufrichtiges Mitgefühl für deinen Vater.
Nun erfolgt erst einmal ein ganzes Procedere an medizinischen Standards, sprich Computertomographie, Typisierung der Zellen, Erstellung einen Behandlungsplanes und Wahl der entsprechenden Operationsmethode.
Es kann durchaus passieren das man ihm eine Chemotherapie vor der Operation verabreichen wird was aber von der Größe des Tumores abhängig ist.
Manchmal muss sowas gemacht werden um den Krebs zu verkleinern, ihn operabel zu machen.
Habt ihr schon eine Klinik die die Operation durchführen wird?
Ist er vielleicht schon drin?
Nach der Operation erfolgt dann die Untersuchung des Primärtumores und natürlich die mikroskopische Untersuchung aller entnommenen Lymphknoten.
Darauf basiert dann die nachfolgenden Behandlungen, sprich ob er eine adjuvante Chemotherapie bekommt.
Bei mir hat es damals recht schnell geklappt, nach Diagnosestellung waren es neun Tage als ich dann operiert war. Bei mir war das CA an einer sehr günstigen Stelle so das man schnell und ohne Komplikationen den Eingriff durchziehen konnte. Bei deinem Vater ist der Sitz durchaus nicht so günstig aber all das werden euch die behandelnden Ärzte mitteilen.
Wenn du schon so ein gutes Gespür hast dann wird Dir das auch bei der Suche einer entsprechend kompetenten Klinik weiterhelfen.
Am besten eine in eurer Nähe wo ihr ihn täglich erreichen könnt.
Nach der Akutphase schließt sich dann eine Rehabilitation genannt Anschlussheilbehandlung an die ich sehr empfehlen kann.
Es gibt wirklich schöne onkologische Rehabilitationskliniken wo dein Vater sich wohlfühlen wird und die vielleicht für euch recht fix zu erreichen ist.
Aus meiner Erfahrung ist es vielleicht besser das er eine begleitende Psychotherapie macht, aber eben nur wirklich auf sein eigenes Verlangen hin. Dieses Forum ist in gewisser Weise ein Therapiezentrum was sehr hilfreich ist aber für Menschen die gerade sich in der Akutphase sich befinden, vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl denn viele Erfahrungsberichte können Angst machen.
Ich wünsche deinem Vater alles Gute und das der Krebs nur auf den Ort bezogen ist und noch nicht gestreut hat.
Alles Gute und viel Kraft für das Kommende.
Christian S.
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