AW: Leben zwischen Hoffnung und Angst
Liebe Jelly!
Ich lese gerade Deine letzten Einträge. Vielen Dank für Deine Worte. Ich weiß halt auch nicht, ob ich großartig auf den Putz hauen soll oder ob ich eben auf meine Selbstheilungskräfte vertrauen soll. Ich hole mir heute eine Überweisung zum Onkologen + will so früh wie möglich einen Termin machen. Auch mache ich einen Termin bei einer Heilerin, welche sich auf Reiki spezialisiert hat. Sie hatte übrigens auch Krebs, mit OP + Chemo + allem möglichen.
Das Du keine Chemo haben willst kann ich verstehen + auch die Idee eines Stomas scheint nicht gerade schön. Ich kann nur sagen, dass das Stoma MEINE Lebensqualität enorm gesteigert hat, aber ich musste ja die letzten 10 Jahre nur noch andauernd aufs Klo. Wie es allerdings sein wird, eine Partnerschaft einzugehen wird sich zeigen.
Die Chemo nahm ich auch an, auch da hatte ich Glück: keine der Schauergeschichten trafen bei mir zu, das schlimmste war ein kribbeln im ganzen Körper + besonders in den Fingern + an den Fußenden + eine ziemliche Appetitlosigkeit.
Jeder muss halt selbst schauen, was für ihn das Beste ist. es bringt sicherlich nichts, eine Chemo gegen das innere Gefühl zu machen (ich habe Patienten geshen, die eine Chemo gemacht haben + währenddessen sagten, dass das ein Teufelszeug wäre. dabei waren das gerade Fälle, die nichts an Nebenwirkungen hatten...)
Ich hoffe jedenfalls, das Die Untersuchungen gut ausgehen + dass deine aufgetankte Seele bereit ist, weiter zu kämpfen!!!
Dir + Deiner Familie alles Gute
Yours truly
Norbert
P.S. Hat jemand von Euch Erfahrungen gemacht, eine Partnerschaft inmitten der Therapie einzugehen? Sollte man erstmal nur die Krankheit im Fokus haben oder gerade in dieser Zeit schauen, ob da etwas zwischen einem selbst + einer anderen Person ist??? Geht das überhaupt?
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