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Alt 11.10.2006, 22:49
manu_k manu_k ist offline
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Standard AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom

Super von Leuten zu hören, die geheilt wurden und jetzt fast normal weiter leben können...das macht echt Mut.
ich find es wunderbar, dass sich immer mehr Leute zu Wort melden und ihren wichtigen Beitrag leisten.
WIR HELFEN UNS!

@Amöbe.
Deine Mutter muss dringend Kraft sammeln...aber was red ich, das weisst du selber.
Mein Tipp Magensonde(ich bin mir grad nicht sicher,ob sie schon eine hat) und hochdosierte Vitamininfusionen.
Du sagst sie ist schlapp uns blass...das klingt nach Blutarmut. Dringend checken lassen und Erypo-Kur verschreiben lassen. 6 Spritzen mit jeweils 10000 Einheiten.
Blutarmut gilt als eine Ursache für Fatigue.
ich kann mir richtig vorstellen wie es deiner mama geht und weiss um deine Sorgen

Wir bzw. Jörn steht am Ende des zyklus, da geht es ihm bzw uns immer viel besser/am besten, weil ja die Dosis der Chmeo während einen Zyklus abnimmt.
mitterlerweile beschränkt sich der Zeitraum in dem wir was kleines planen können und was voneinander haben auf wenige Tage, diesmal waren es 4 Tage in drei Wochen in denen ich sagen kann...da ging es ihm für seine Verhältnisse richtig gut aber dieses Mal kam ja noch die Entzündung dazu.

Also bevor Jörn krank wurde hatte er 80 kilo (völlig normal bei Größe von 180cm)
Bevor er die Chemo in Köln vor 4 Monaten angefangen hat ist er auf erschreckende 59,4 kg runtergemagert.
Diese Woche hat er wieder 100g zugelegt und die Waage sagt jetzt 64,8
5Kilo in 4Monaten! Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!
Also, keine panik...verfetten wird er nich,auch wenn es so klingt
ich bin so glücklich, weil so lang er zunimmt weiss ich der krebs ist nicht stärker und das ist auch das wichtigste Zeichen für unseren Arzt dass die Chemo anschlägt.
Allerdings darf man nicht vergessen, eine Chemo ist pures Gift und das merkt man immer mehr, der Körper baut sie immer langsamer ab und ich hab schiss dass es bald nicht mehr geht.
Jörn macht jetzt noch weitere 2 Zyklen, also insgesamt 6 Donnerstage udn dann wird wieder untersucht.
Das wäre so unbeschreiblich wunderbar, wenn die Tumormasse weiter anbgenommen hat.

Und du fragst wie es uns geht?
Stell dir ein junges Paar vor, bei dem einer schwer und unheilbar krank ist.
Dann kannst du dir sicherlich denken wie es einem geht, mal so-mal so..hin und her... rauf und runter... himmelhochjauchzend-zutodebetrübt...verzweifelt-mutig, kämpferisch-ausgelaugt.traurig. jeden Morgens wacht man auf und wünscht sich die alte Zeit zurück, in der alles in ordnung war, doch dann sieht man die Krankheit und stellt sich ihr jeden Tag aufs neue...tag für tag.
Die Hoffnung bleibt udn von der haben wir noch reichlich.

liebe Grüße an alle.
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