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Alt 18.10.2006, 21:44
manu_k manu_k ist offline
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Standard AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom

Hallo,

ich glaube es ist zu leicht zu sagen, dass silverlady mehr auf sich selbst achten soll.
was soll man denn machen wenn man sich auf keinen verlassen kann und alles treulose Tomaten sind.
Silverlady ich weiss du hattest heute einiges vor und ich bin mir sicher dass bei dir auch einige besorgungen fällig sind. wer kauft denn für dich ein? hast du wenigstens da jemanden.
ich weiss auch wie das ist wenn man die ganze nacht am bett wacht und aufpasst dass nix passiert.
irgendwann wird man dann launisch weil der körper nach schlaf schreit und man sieht schon alles doppelt, trotzdem wird man gefordert und man weiss man muss sich jetzt zusammenreißen damit es nicht schlimmer wird. man ist dann hilflos und fühlt sich auch manchmal überfordert und dann hat man frust, da kann da spassieren dass es der Kranke anbekommt aber das ist schnell vergessen und menschlich.
ich bin auch nachts häufiger aus dem bett geklingelt worden und wurde ins krankenhaus gerufen und habe dann da stunden am bett desessen und gelegen und ihn beruhigt und gepflegt aber morgens wurde ich abgelöst und konnte schlafen, auch wenn ich mich dann bei der Arbeitsstelle abmelden musste.
Aber silverlady du hast da jetzt einen Fulltimejob und ich denke das lässt sich nicht ändern, außer man findet einen Menschen dem man vertraut und vor allem verlässlich ist und einem hundertpro hilft.

ich weiss silverlady hat alles im griff und sie weiss was sie tut.
ich weiss nur wenn ich in dieser situation bin und das schon so lange geht und ich nicht paar stunden weg komme oder schlaf bekomme würde ich mich an einen ambulanten Hospizdienst wenden. die könne einen hin udn wieder paar stunden ablösen und sind ne super hilfe.
das problem ist ja dass es solche Dienste nicht überall gibt, ich weiss nicht wie es bei euch ausschaut.
ich würde auch nicht meinen Partner oder Aneghörigen in ein Hospiz bringen wenn er es nicht will aber Hilfe nach hause holen.
ich hoffe deine schwägerin erweisst sich als verlässliche hilfe.

@Amöbe
ich muss mal nachfragen wie die finanziellen probleme zustande kommen?
du schreibst die Medikamente sind teuer, die Zusatznahrung?
das gibt es doch alles auf Rezept und wenn deine Mutter von ihrem hausarzt ein Bescheinigung bekommt über eine chronische Erkrankung, dann wird sie ab einem prozent von den Zuzahlungen befreit.
Bei jörn ist es auch so.
man muss Quittungen sammeln, einreichen und ab dann bezahlt man nix mehr zu.
auch Zusatznahrung bekommt man verschrieben.
Fahrtkosten werden erstattet, bzw. zugezahlt.
Durch diverse Hilfsmittel sollten doch keine zusätzlichen finanziellen Problme entstehen.
Und ganz wichtig, wenn deine Eltern bestimmt Vorausetzungen erfüllen, leistet der Krebs-Härtefonds eine Einmalzahlung, das Formular bekommt du z.b. beim Sozaildienst im Krankenhaus.

ich hoffe dass wenigstens die fianziellen sorgen abgeschwächt werden können.

ich geh jetzt Jörn verbinden.
schönen abend und alles gute.
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