AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken
@ gabi
das können die meisten hier wahrscheinlich sehr gut nachvollziehen, wie euch so eine aussage getroffen hat. der hausarzt meiner mutter hat zu ihr gesagt (als die diagnose brustkrebs und metas in der leber) feststand: da kann man gar nichts mehr machen / behandeln. schreiben sie ihr testament, regeln sie ihre sachen. sie haben noch ein halbes jahr ...
DAS ist der hammer. zum glück hat meine mutter sich überzeugen lassen, noch eine zweite meinung einzuholen. auch wenn sie angst davor hatte, dass die das gleiche sagen. dort hieß es dann: brust nicht operieren. chemo. ... ob das jetzt was bringt? ich weiß es nicht. ich weiß auch nicht, ob sie die brust überhaupt irgendwann operieren wollen und nur - naja - begleitend chemo machen und sagen, es "lohnt" sich nicht mehr, zu operieren. das muss man dann alles sehen.
zumindest bin ich wirklich froh, dass etwas gemacht wird. es war für mich einfach kein bisschen akzeptabel, einfach NICHTS zu machen. man muss doch zumindest was versuchen. die ärztin hat dann auch zumindest gesagt, meine mutter könnte schon noch ein paar gute jahre haben. naja, sehr positiv klingt das alles nicht. aber lieber ein paar gute jahre, als nur 1/2 jahr ...
was ich also sagen will: mit so dämlichen zeitlichen prognosen wurde hier wahrscheinlich so ziemlich jeder konfrontiert. und ich würde die aussage des arztes deiner mutter durchaus erst mal als positiv einstufen. drei jahre sind doch ein guter anfang ... das ist ja jetzt nicht als minimum gemeint ... da setzt ihr dann einfach noch mal drei jahre drauf und noch mal und ...
wahnsinnig wichtig ist - meiner ansicht nach - das der patient (also unsere mütter) POSITIV denken und sich auf keinen fall aufgeben ... ich versuche meine mutter immer zu bestärken. ende letzter woche war sie zum beispiel sehr fertig, weil ihr von der chemo so übel war. und die ärztin hat gesagt, es dürfte ihr eigentlich gar nicht wirklich schlecht werden, weil die chemo so niedrig dosiert ist. naja, ich weiß es nicht genau, aber ich hab dann halt immer gesagt, schlecht gehört halt leider zur chemo dazu. und ich halte das fast für ein gutes zeichen, weil es zeigt, dass die chemo was bewirkt. und wer weiß, wie die ärztin "schlecht" definiert. vielleicht ist die übelkeit meiner mutter für die ärztin wirklich nichts ... keine ahnung, ob das so stimmt. aber man muss doch versuchen, aufzubauen und zu motivieren.
wenn das jemand "erfahrenes" liest: stimmt das? ist es gut, wenn es ihr auch bei der niedrig dosierten chemo schlecht wird? weil das evtl. ein zeichen ist, dass sich was tut? oder ist das schlecht, weil sie die niedrig dosierte schon nicht gut verträgt? weiß das hier vielleicht jemand?
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