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Alt 08.12.2006, 00:21
Nicki31 Nicki31 ist offline
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Registriert seit: 07.12.2006
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Standard AW: Adenoidzystisches Karzinom an der Ohrspeicheltrüse

Hallo alle zusammen!!!

Jetzt muss ich mich einfach auch mal zu Wort melden
Seit Wochen treibe ich mich hier im Forum rum, lese wie wild und ganz gespannt eure Beiträge und Tipps, habe selbst aber noch nie geschrieben. Das soll sich jetzt ändern
Natürlich habe ich mittlerweile einen ganz guten Einblick in eure Krankengeschichten bekommen und weiss gar nicht so richtig, wo ich selbst anfangen soll zu schreiben. Aber ich versuchs mal...
Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen noch nicht genannten Ratschlag an meine Ma weitergeben!? Wäre toll
Eigentlich ähnelt die Krankengeschichte meiner Ma fast zu 100% der von der Mutter von dir, Kirstin. Meine Ma wurde 4 mal operiert, 2 mal am Hals und 2 mal im Ohr. Leider war auch ein Lymphknoten ganz minimal befallen, doch nach den Operationen ist der Krebs wohl vollständig entfernt. Zum Glück!
Da die Ärzte aber meinten, dass ohne Chemo und Bestrahlung die Rückfallquote zu hoch wäre, befindet sie sich nun mittendrin, eigentlich erst noch am Anfang und es geht ihr jetzt schon nicht mehr besonders.
Sie bekommt insgesamt 31 Bestrahlungen und 2 Chemo Blöcke a 5 Tage. Die erste Chemo hat sie bereits seit knapp einer Woche hinter sich und mal abgesehen von einem Tag mit starker Übelkeit und Erbrechen auch gut überstanden. Die 2. Chemo beginnt erst Ende des Monats irgendwann. Heute bekam sie die 8. Bestrahlung und kann nur noch sehr schlecht schlucken und kaum noch essen. Der Mund ist wie von euch allen eigentlich beschrieben wund bzw. stark entzündet und alles, was daran kommt, brennt wie Feuer. Ich will ja nicht jammern und weiss, dass es wahrscheinlich vielen noch schlechter geht als ihr im Moment, aber als Angehöriger macht man sich ja schon sehr Gedanken und leidet immer mit und ich frage mich wie es erst mal in 2 Wochen werden soll.
Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp, was man gegen das Brennen machen kann und vor allem die Schluckbeschwerden, so dass sie wenigstens weiterhin selber essen kann und noch nicht direkt ins Krankenhaus muss zur künstlichen Ernährung. Von der flüssigen Astronautennahrung kann man sich doch nicht ausschließlich ernähren, oder geht das?
Habe heute aus der Apotheke einen speziellen Honig gekauft, den es erst seit 2 Wochen in Deutschland gibt. Meine Tante brachte mich darauf, sie ist Krankenschwester. Er heisst Medihoney und wirkt antiseptisch. Soll sogar besser sein als Antibiotika. Habe früher schon mal gehört, dass Wunden sehr schnell mit Honig heilen und er auch bei Herpes doppelt so schnell wirkt wie Zovirax. Darum wollte ich ihn unbedingt für sie besorgen. Leider ist er in vielen Apotheken schon nicht mehr lieferbar, da die Nachfrage wohl alle Erwartungen des Herstellers übertroffen hat. Ich hatte aber Glück und ne gute Apotheke
Meine Mutter hat ihn direkt vorsichtig auf die Lippen und dann in den Mund gerieben. Auch das brannte leider im ersten Moment ein wenig, aber nach einer Weile sagte sie, dass sogar die richtigen Schmerzen weg seien. Bin natürlich mal gespannt, ob es nur Zufall war oder das Produkt wirklich so gut ist wie beschrieben. Ich denke, wenn es jetzt schon ausverkauft ist... so viele Menschen, die es gekauft haben, können doch nicht irren, oder?
Werde euch auf jeden Fall berichten, ob es zu empfehlen ist. Ach ja, der Wermutstropfen an der ganzen Sache: der Preis, 78 Euro für 5 Tuben a 20 g
War mir allerdings egal. Hauptsache, das Brennen wird etwas gelindert!
Meine Ma und ich sind für jeden Tipp und Ratschlag dankbar. Wer sich informieren möchte: einfach medihooney bei google eingeben.....

Eine Frage noch an dich, Andrea, falls du das hier liest. Du hattest heute ja deine 25. Bestrahlung (du Glückliche, bald hast du's geschafft ) Befindest du dich eigentlich im Krankenhaus und fährst nur am Wochenende nach Hause? Ich frage das, weil ich mir Gedanken mache, ob meine Mutter irgendwann auch total schlapp und erschöpft sein wird von den ganzen Bestrahlungen, so dass sie nur im Bett liegen kann? Wird es erstmal von Tag zu Tag und mit jeder Bestrahlung schlimmer oder stagnieren die Nebenwirkungen irgendwann?
Hoffe auf jeden Fall für dich, dass es erträglich ist und bleibt, vielleicht magst du mir ja noch mal etwas genauer berichten!? Würde mich und meine Ma freuen!!!
Danke auch euch allen anderen! Ich hätte nie gedacht, dass die Menschen in so einem Forum mir und vor allem meiner Mama so viel Mut machen können für diesen harten Weg. Und das, obwohl man sich überhaupt nicht kennt. Da scheint an dem Spruch "Schicksal verbindet Menschen" tatsächlich was dran zu sein.
Euch allen lieben Dank und ich hoffe, ich kann vielleicht auch bald mal nen guten Rat geben.

Bis bald und gute Nacht!
Nicki
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