AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????
Hallo Ihr Lieben,
wie anders man an die Weihnachtszeit hingeht, wenn man davon ausgeht,daß es die letzte ist die man zusammen mit Mutter und Vater erleben wird.
Dankbar zum einen, daß man das ahnt und entsprechend viel Zeit miteinander verbringt, aber auch bedrückt, weil man eben denkt, daß es das letzte Mal ist.
Seit einigen Jahren veschicke ich neben Weihnachtskarten so Briefe an alle Verwandten und Freunde in denen ich erzähle was bei uns in der Familie (also mein Mann, und meine Kinder) so los war. Und dieses Jahr habe ich das Ereignis, das mehr als ein halbes Jahr meines Lebens bestimmt hat in diesem Jahr, nämlich die Beziehung zu meiner Mutter seit die Metas im kopf da sind, überhaupt nicht erwähnt.
Viele wissen ja gar nicht, daß meine Mutter krank ist bzw. ich will sie ja auch nciht damit belasten, andere wiederum erleben das hautnah mit, da brauche ich auch nichts darüber zu schreiben, aber es war schon komisch.
Wir fahren am 2. Feiertag zu meinen Eltern, gehen dann zusammen mit meinem Bruder und seiner Familie essen und sind hinterher zum Kaffee bei meinen Eltern.
Meine Eltern haben gerade Besuch von der älteren Schwester meiner Mutter, wie jedes Jahr über Weihnachten und Silvester. DAs tut meiner Mutter gut, da sie gerade in den letzten Wochen viel an ihre Kindheit (keine schöne) gedacht hat und außer ihrer Schwester niemand da ist, der davon weiß und mit dem sie darüber reden kann.
Fast alles aus der jüngsten Vergangenheit hat sie vergessen, z.B. ob letztes Weihnachten Schnee war, ob überhaupt letzten Winter Schnee war .....
Ich gehe davon aus, daß das die Nebenwirkungen der Kopfbestrahlung sind.
Sonst sind wir noch recht zufrieden wie es ihr geht. Sie schläft viel und ich habe das Gefühl, daß sie ganz langsam abbaut, d.h. immer mehr schläft, immer weniger auf ist ..... Man merkt das oft erst wenn man Fotos von den letzten Familienfesten ansieht, Anfang August war sie noch auf eigenen Beinen unterwegs, zwar mit Gehstock aber immerhin. Jetzt läuft sie nur noch innerhalb der Wohnung selbst. Und Gott sei Dank noch immer die Treppen in den zweiten Stock rauf und runter. Langsam zwar und nicht täglich, aber sie schafft es noch.
Genug für heute, ich wünsche Euch allen besinnliche Weihnachten, frohe Festtage und jeden Tag einen Grund zum herzhaft Lachen! Wir dürfen das - egal was wir gerade erleben oder hinter uns haben!!!
Liebe Grüße
Andrea
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