AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????
Hallo Katrin,
ich versteh' Dich sehr gut. Es geht schon sehr an die Substanz.
Aber alles das bringt diese Krankheit mit sich. Er will selber alles machen. Das Einsehen, das es nicht geht, fehlt. Dann brauchen sie doch ständig was. Zeit für sich hat man einfach nicht mehr.
Bei meinem Vater wurde die Metas Ende März festgestellt. Von Anfang April bis Anfang Mai bekam er Bestrahlungen. Während der Bestrahlung ging es ihm noch gut. Aber danach kam der körperliche Abbau. Gehen nur noch mit Hilfe. Erst Krücken, dann Rollator, dann Rollstuhl und zum Schluss ans Bett gefesselt. Anfangs hat er seinen körperlichen Abbau noch bemerkt. Aber zum Schluss ließ der Verstand dann nach. Ich kann mir vorstellen, wenn man selber merkt, dass der Körper einfach nicht mehr so kann, wie man will, dann bringt einen das um den Verstand. Die Angehörigen bekommen diesen Unmut mit voller Breitseite ab. Aber man lernt damit umzugehen.
Dich auszuruhen, glaub mir, die Zeit hast Du nachher zur genüge. Du wirst Dich nach den Rufen, sogar nach dem Nörgeln Deines Mannes sehnen.
Genieße die Zeit mit Deinem Mann. Auch wenn es schwierig ist zur Zeit.
Liebe Grüße
Caro
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