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Alt 19.02.2007, 17:30
Kerstin & Co Kerstin & Co ist offline
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Standard AW: Chemo mit einem Arm - ohne Port?

@ Kati:
Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass die Venen, in die die Chemo lief z.T. sich so verhärtet haben, dass es oft schwer ist, sie anzustechen. War bei mir der Fall.
Aber wenn du gute Venen hast - vielleicht kannst du die 1. Chemo probieren, und wenn es da schon Probleme gibt, kann ma doch sicher für die nächste noch einen Port legen?

Aber mir ging es mit dem Port super!
Will auch kurz meinen Senf dazu geben:

@ Britta: Mit dem ZVK kenne ich mich nicht so gut aus, aber ein weiterer Vorteil vom Port ist, dass es ja nicht mehr gewechselt werden muss, die anderen Zugänge ja schon irgendwann.
Einschänkungen kann es schon geben, je nachdem wo der Port liegt. Am Unterarm muss man ein wenig aufpassen, wenn man z.B. ein Kind trägt oder nen Wäschekorb unterm Arm... so Sachen halt, aber ich fand das nicht wirklich schlimm.
Für meine Mama war der Port gar kein Problem, aber nach der Chemo wollte sie ihn trotzdem gleich raus haben, einfach um besser mit der Geschichte abschließen zu können.

Für mich war mein Port ein Segen, ich habe ihn "geliebt". Ich habe extrem dünne Venen, schon zur Diagnose mussten manche Ärtze 6 mal stechen, um ne Nadel rein zu kriegen...
Die 1. Chemo bekam ich in den Unterarm. Es brannte so höllisch, dass sie nach der Hälfte Zeit wechselten, aber am anderen Arm brannte es genauso.
Zur 2. Chemo bekam ich dann schon den Port am Unterarm. Die Anlage war zwar nicht lustig, aber die folgenden 7 Chemos schon ;-)
Ich hatte den Eindruck, dass es vor allem für mich bequemer war, als für das Personal. Die brauchen dafür immer ein extra "Besteck" und nicht alle können über den Port Blut abnehmen ( bei einem guten Port geht das meistens). Und wenn ich jetzt zählen würde, wie oft der angepiekst wurde bei 2 x pro Woche Blutkontrolle und 8 Chemos, dann freue ich mich jetzt noch.
Das Anstechen tat bei mir nicht mal so weh wie Blut nehmen, o.ä., allerdings lag er bei mir auch direkt unter der Haut, da ich recht dünn bin.

@ ergänzend zu Susi:
(wenn wir vom Gleichen sprechen???) Von der Portkammer geht ein dünner Schlauch weg, der ein Stückchen weiter oben in die Vene eingesteckt und immer weiter bis zum Herzen vorgeschoben wird. Die Armvene wird geschont, weil die Chemo erst im Schlauch in der Vene entlang läuft und sich mit dem Blut mischt.

LG
Kerstin
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Kerstin (26): Dez. 2005: MH IIa - 4x ABVD - 30gy - cR-r seit 7/2006
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