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Alt 08.03.2007, 12:27
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Jelly Jelly ist offline
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Standard AW: Leben zwischen Hoffnung und Angst

Hallo Norbert,

ich war am Anfang, im Sommer 04, als die erste Diagnose über mich hereinbrach, "sprachlos", auch meine inneren Stimmen schwirrten durcheinander, keine klare Haltung, nur die Diagnose, die Hilflosigkeit, was tun, also tun, was die Profs sagen, sind ja schließlich Profs, scheiß drauf,..... ein Prof wollte mich gleich im KH mit Chemo zufüllen, der andere meinte, multiple Lungenmetas sind inoperabel, ich wäre Weihnachten 05 tot, ... nun, meine inneren Stimmen wehrtens ich gegen Chemo, hab ihnen Beachtung geschenkt und hab mich auf den schweren Weg der OPs gemacht, mit dem Gefühl, was raus ist, kann nicht mehr krank machen, und danach einpaar Wochen Schmerz, aber der geht vorbei und dann wartet wieder das Leben auf Dich.... so gehe ich es seither an und eine Prognose hab ich schon überlebt und das Hochzeitsfest im Sommer 09 will ich auch schaffen !!!!!!

Ich kann Dir nur Mut machen, weiterhin auf Dich zu hören, Du bist ein Unikat, Deine Stimmen und Deine Gefühle zu Dir sind es, Deine Seele steht Dir am nächtsten und ich höre auf meine Seele, und fühle, daß alles richtig ist.

Die Makrobiotik ist nichts für mich, ich würde viel vermissen, vor allem freue ich mich auf ein kühles Bierchen auf dem Fernblick mit meinem Mann, das zelebrier ich und da würde mir richtig was fehlen. Aber das ist Dein Weg, und wenn alles in Dir sagt, es ist gut, dann ist es für Dich genau das Richtige. Jeder muß seinen Weg finden, so weit wie möglich, die Krankheit und die Angst an die Hand nehmen zu können, damit uns das Gefühl, leben zu wollen, nicht im Halse stecken bleibt.

Liebe Grüße
Jelly
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Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)