AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken
Hallo liebe Tanja,
Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel, wenn ich hier jetzt auch einfach was schreibe (ich lese schon länger mit, habe mich aber bisher noch nicht hier eingeklinkt - bin 23 und mein Papa hat seit 12 Jahren Krebs).
Weißt du, vielleicht ist es ganz gut, dass dein Vater deine Mutter besucht - aus welchem Grund er auch immer ursprünglich hingehen mag. Aber du sagst, ja er versteht dich nicht - und das tut er auch scheinbar nicht. Er fragt nicht nach deiner Ma, er sieht nicht den Ernst der Lage... Wenn er jetzt deine Ma besucht, wird er zwangsläufig damit konfrontiert, er sieht wie ernst es ist und vielleicht kann er dann auch besser deine Gefühle und deine Lage nachvollziehen, kann dir dann auch eher eine Stütze sein... .
Hmm... vielleicht gibt dir diese Sichtweise ja eine andere Perspektive auf das Ganze. Also dass deine Therapeutin deinen Vater so hochlobt verstehe ich auch nicht - sie sollte für dich da sein und sie weiß ja, was für ein Verhältnis ihr habt, bzw. wie er sich in letzter Zeit verhalten hat.
Aber wie gesagt - sieh dieses Treffen auch mal als CHance... also die Chance, dass deinem Vater endlich mal die Augen geöffnet werden. Und wenn deine Ma damit einverstanden ist, ist das doch auch ok.
Dich mal ganz lieb umarmend
Dorchen
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