AW: Mein Vater stirbt
Liebe Lisa,
ja, es geht so schnell beim Krebs. Ich hatte das vorher auch so nicht gedacht. Letztes Jahr, genau am 10.07.2006 bekam mein Vater die Diagnose kleinzelliges Bronchialkarzinom, T4 N1 MX. Ich war völlig fertig. Doch meine Mutter, mein Mann, mein Bruder und ich mobilisierten alle Kraftreserven, um ihm zu helfen. Die Ärzte sagten damals ohne Behandlung wenige Wochen, mit
Chemotherapie ein Jahr. Wir hätten alles für ihn getan. So bekam er eine
Woche lang Chemo, dann Entlassung nach Hause, Wiedervorstellung 3 Wochen später. Er war gerade 1 Woche zuhause (genau am 01.08.2006) da ist er gestorben. Lungenembolie und/oder Herzinfarkt in der Nacht, vorher Schmerzen und brennende Zunge. Es war einfach viel zu schnell für uns, für ihn wohl eine Gnade. Vor der Diagnose hatte er noch schwere Gartenarbeit gemacht, hatte mir noch einige Dinge erledigt, hatte vor dem Arztbesuch noch Kuchen beim Bäcker eingekauft, wollte mit meiner Mutter Kaffeetrinken wie immer, wenn er wieder zuhause ist. Da wars dann! Manchmal kann ichs immer noch nicht fassen. So kann ich gut nachempfinden wie es Dir geht. Es ist kaum zu glauben wie schnell so ein Abbau geht. Schön malen kann ich Dir leider nichts, obwohl ichs gerne möchte. Ich kann Dir nur ganz viel Kraft wünschen! Alles Gute für Euch.
Liebe Grüße
Jennie
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