AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom
Hallo,
Ich bin schon ziemlich verzweifelt; bei meinem Vater wurde vor vier Wochen ein Glioblastom (damals 2,5 cm groß) festgestellt, natürlich inoperabel, irgendwo knapp am Sehnerv.
Er mußte 14 Tage auf die Bestrahlungen warten, Chemo hat noch nicht begonnen wegen eines Entzündungsherdes. Mein Vater will eigentlich auch gar keine Chemo, weil sie seiner Meinung alles vergiftet und kaputt macht, weiß aber nicht, ob er sie ablehnen soll oder nicht.
Er versucht einigermaßen auszuschöpfen, was es an Alternativmedizin gibt, Mistelspritzen und TCM, Homöopathie, aber nach allem, was ich hier schon gelesen habe, sind die Chancen bei einem inoperablen Tumor wohl sehr gering.
Läuft die Sache wirklich unvermeidlich darauf hinaus, daß die Betroffenen sich in kürzester Zeit zu unselbständigen Pflegefällen entwickeln, das finde ich ganz schrecklich.
Mein Vater ist erst kürzlich in Pension gegangen und wollte gerade ein Doktoratsstudium beginnen und nun das.
Von den Ärzten ist nichts zu erhoffen, man hat ihm relativ unverblümt mitgeteilt, daß man allenfalls sein Leben noch etwas verlängern kann, ansonsten scheinen sie ziemlich desinteressiert.
Stimmt es eigentlich, daß man nicht uneingeschränkt bestrahlen kann, ich meine das irgendwo gelesen zu haben.
Man will erst mal einen Monat lang 5x wöchentlich bestrahlen (dazu muß er täglich Mo -Fr 200 km in einem Krankentransport zurücklegen) und nach 30 Tagen mal sehen, ob das den Tumor irgendwie beeinflußt hat.
Mir erscheint das eine relativ große Zeitspanne, oder ist es üblich, erst nach 30 Tagen eine Kontrolle vorzunehmen?
Liebe Grüße
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