Hallo, liebe Luna-Tina, liebe Jelly, lieber Norbert, liebe Margret und alle anderen,
so verschieden Menschen sind, so verschieden gehen sie an die Krankheit heran. Jeder versucht seinen Weg zu gehen. Natürlich können wir überall hin und können etwas unternehmen, was uns Spaß macht. Dass die Blicke und die Gedanken anderer Leute einem egal sein sollten, lernt man spätestens, wenn man krank wird. Aber es ist dann auch erst einmal ein Lernprozess. Ich lege nicht einen Schalter um und bin plötzlich ganz anders. Bücher können helfen, vielleicht zieht man die eine oder andere Erkenntnis daraus. Freunde und Verwandte sind sehr wichtig, ich konnte mich wenigstens auf die erstgenannten verlassen. Aber für mich ist vor allem meine innere Stimme ganz wichtig, die mir sagt, was mir gut tut und was nicht. In den letzten Jahren habe ich gelernt auf sie zu hören, hätte ich es nur eher getan.
Leben heißt für mich daran teilnehmen, offene Augen zu haben für alles, auch und gerade die kleinen Freuden genießen, meine Interessen verwirklichen so gut es geht, mit anderen lieben Menschen zusammen sein und - spontan etwas tun. Du hast Recht, liebe Jelly, gerade diese einfachen, nicht geplanten Erlebnisse bleiben einem immer im Gedächtnis. Und für diese Erlebnisse muss Raum bleiben im Leben. Man muss sie zulassen. Und ganz unwichtig ist dabei die Meinung der anderen.
Lieber Norbert, ja, geh hinaus in die Natur, mach eine Fotosafari, nimm alles in dich auf. Was interessieren dich die Blicke der anderen. Dann ist auch wieder einmal die Zeit für deine Bücher. Lass es auf dich zukommen und mache, wozu du Lust hast.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende , vor allem dir, liebe Jelly, wünsche ich, dass es weiter aufwärts geht, dass dein Appetit zurückkehrt, deine Beschwerden nachlassen und du diese sonnigen Tage genießen kannst und noch mehr dieser unerwarteten spontanen
Erlebnissen in dich aufnehmen kannst.
Liebe Grüße euch allen
B

bby Lee