AW: Glioblastom Hilfe !!!
Liebe Marie,
meine Kinder sind fast 17 und 15 Jahre alt. Wir haben sie von Anfang an mit einbezogen. Kinder bringen das Leben und doch eine gewisse Art von Fröhlichkeit zu dem/der Kranken, da der Gedanke an Krankheit und Tod nicht dominiert, wie bei Erwachsenen. Meine Beiden haben beide eine sehr enge und liebevolle Beziehung zu meinen Eltern und mein Sohn ganz besonders zu seinem Großvater gehabt und vermissen ihn fürchterlich. Sie haben ihn in den letzten Wochen sehr oft besucht, wobei mein Sohn starke "Berührungsängste" hatte, das war nicht mehr sein starker großer Freund, sondern, wie du es treffend formuliert hast, nur noch sein Schatten. Meine Tochter hat ein sehr offenes Wesen und hat ihn gedrückt und mit ihm geredet als ob nichts wäre, jeder halt auf seine eigene Art. Für meinen Vater war jeder Besuch der Kinder positiv, er hat sich gefreut über jedes Blümchen, über jedes Lachen.
Deie Kinder sind zwar noch klein, aber glaube mir, auch deine Mutter, ihre Oma nimmt nur positives aus ihren Besuchen und freut sich darüber.
Meine Mutter ist eine sehr starke Frau, aber in vielen Situationen überkommt sie die Trauer, sie dann und braucht Trost und Ablenkung. Meine beiden Kinder verbringen die Ferien bei ihr und helfen ihr wo sie können (im Schrebergarten) und lenken sie ab. Heute hat meine Mutter Geburtstag. Ich weiß genau wie schrecklich dieser Tag für sie ist. Wir versuchen ihr trotzdem einen schönen Tag bei uns im Kreis der engsten Familie zu bereiten, obwohl unser Paps an allen Ecken und Enden fehlt.
Ich wünsche dir und deiner Mutter ein schönes Wochenende, wünsche ihr möglichst wenig Schmerzen und dass sie das schöne Wetter ein wenig genießen kann.
Viele liebe Grüße auch an alle anderen
Barbara
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