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Alt 15.05.2007, 08:53
Loreena Loreena ist offline
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Standard Ich will doch nichts falsch machen...

Hallo,

ich bin momentan ziemlich ratlos und verzweifelt.

Bei meinem Mann ist im letzten Jahr Lungenkrebs aufgetreten und der rechte obere Lungenlappen wurde entfernt.

Bei einer Nachsorge Mitte März wurde festgestellt, dass alles in Ordnung ist und er jetzt erst in einem halben Jahr wieder zur Untersuchung kommen soll.

Ende März hatte er Schmerzen, konnte nichts mehr essen und war sehr müde. Er kam Karfreitag ins Krankenhaus. Dort wurde festgestellt, dass er Metas hat: 2 im Kopf, 2 in der Lunge, in 3 Wirbeln und viele in der Leber.

Vor 3 Wochen wurde mit der Chemo angefangen.

In den letzten 5 Wochen gab es 2 kritische Situationen, die er knapp überlebt hat.

Mittwoch kam er nach Hause und Freitag, als der Hausarzt hier war, bekam er einen Krampfanfall. Der Arzt hat einen Krankenwagen bestellt und er kam wieder ins Krankenhaus. Es wurden 2 Hirnblutungen festgestellt und jetzt ist er im Nachbarort im Krankenhaus, weil eine OP erfolgen soll. Als der Arzt uns informierte, sagte mein Mann "ja" dazu.

Seit Sonntag kann er mit der rechten Hand nicht mehr greifen und er kann außer "ja" und "nee" nicht mehr sprechen.

Er liegt ganz unruhig im Bett und rappelt am Gitter und schreit und weint. Das bricht mir das Herz.

Hätte ich ihn wieder nach Hause holen sollen?

Kann er dort schmerzmäßig gut versorgt werden?

Bringt die OP wirklich die gewünschte Entlastung?

Ist alles sinnlose Quälerei?

So viele Fragen und keine Antworten.

Ich möchte doch nichts machen, was ihm schadet...

Verzweifelte Grüße
Loreena
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Die höchste Kraft der Seele ist die Erinnerung.
(Renan Demirkan)
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