Hallo Martina!
Tut mir leid, dass ich erst jetzt wieder schreibe. Ehrlich gesagt, war es schon ein ganzer Stress bevor meine Mama einschlafen konnte. Jetzt bin ich einfach nur faul. Was nicht muss, dass muss im Moment nicht. Ich brauch dies einfach momentan.
Mittlerweile war ich schon 3 mal mit meinem Ex spazieren. Es tut wirklich verdammt gut. Er hat ja (fast) das gleiche mitgemacht, nur dass es bei seinem Vater länger gedauert hat.
Loslassen konnte ich eigentlich noch nicht. Es geht einfach nicht. Ok, es ist ja nicht so, dass ich nicht an sie denke oder mir manchmal die ein oder andere Träne entwischt, aber ansonsten.... Ich kann nicht. Ich glaube, seitdem ich die Diagnose wusste, habe ich angefangen mich zu verabschieden. Ich war da, ich hab noch die Zeit so gut wie möglich mit ihr verbracht, und das war sehr viel wert für mich. Ich denke mal, dadurch, dass es einfach besser war, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat, und sie eigentlich nie leiden wollte, kann ich mich damit besser abfinden. Sie hat immer gesagt, am Liebsten wäre es ihr, wenn sie einfach einschläft und nicht mehr aufwacht. War ja fast so. Ich glaube einfach, dass es das beste war, was eigentlich in der Situation passieren konnte.
Gruß Tini