AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????
Hallo Andrea, hallo Silverlady,
danke für eure Antworten. ich weiss, was du meinst mit der Ecke, in der man einmal für sich ist und so richtig losflennen kann. Das ist auch was, was mir wahnsinnig fehlt! einmal für kurze Zeit richtig einsam sein, seine Taschentücher auspacken und heulen bis es nicht mehr geht..
Nein, das sind leider keine Auswirkungen der Bestrahlung. sie bekommt nämlich immernoch keine. Am Freitag hat sie den Termin bei ihrer Psychologin. Dauert leider noch etwas. und dann am Montag ist sie bei den Ärzten, die für die Bestrahlung verantwortlich sind.
Es war gestern total schlimm den Zustand meiner Mutter mir anzusehen. Ich hab jetzt schon kaum mehr Kraft. Ich hab sooft das Gefühl ich packe es nicht mehr.
Sie hat etwas seltsam gesprochen und teilweise auch Dinge die ich nicht verstanden habe, weil ich nicht wusste wovon genau sie spricht. Das hat sich dann nach längerer Kommunikation gelegt. Aber als ich heim kam, hatte sie nen blauen Fleck am Kinn. Sie sagt sie hat sie angehauen weil ihr schwindelig war. Sie meinte sie hätte eine andere Definition von hinfallen. Hinfallen ist wenn man am Boden liegt und nicht sitzt. Floglich ist sie hingefallen, lag aber nicht sondern saß. Dann bin ich in die Küche...dort stand ne Kaffeetasse, die ich wegschütten wollte. Das roch dann total seltsam - als hätte sie sich übergeben müssen. Als ich fragte, was da drinnen sei, meinte sie: kaffee und milch. Bis ich dann sagte, dass sie sehr nach etwas anderem riecht...naja, da gab sie es dann zu.
Dieser Zustand hält seit 3 Tagen an - ich weiss nicht was ich machen soll. Ich werde morgen gleich mal in einem Hospitz anrufen und mich erkundigen was ich machen kann, wer mir helfen kann. Was nicht gleich heißen soll, dass sie dorthin soll. Ich hoffe so sehr, dass es ihr bald wieder besser geht!
Das mit dem Hausnotruf ist keine schlechte Idee. Die 40 Euro habe ich auch noch.
Silverlady, das mit dem Absprechen, wer wann Zuhause ist, ist eine sehr schöne Idee , nur leider nicht annähernd umsetzbar.
Die ganze Last und die ganze Arbeit bleibt an mir hängen. Wenn mich meine Familie unterstützen würde wäre das ja so schön! Aber nein, ich bin alleine. Die, die mich aus meiner Familie unterstützen würden, wohnen leider viel zu weit weg. (knapp 6 Stunden)
Die Pflegestufe hat sie noch nicht, aber ich nehme an, dass sie mindestens Pflegestufe 1 erhalten wird. Wo muss ich denn die Pflegestufe beantragen? Bei der Krankenkasse?
ich habe vorhin nochmal mit meiner Mama telefoniert, da meinte sie ihr ginge es minimal besser als gestern und deswegen bräuchte sie keinen Arzt. Aber ganz ehrlich, ich kann sie doch so nicht alleine lassen oder???
Vielen Dank, dass ihr mir so schnell geantwortet habt!
Andrea, ich denke auch sehr viel an euch und hoffe, dass ihr noch einige schöne Momente genießen könnt!
Silverlady, ich finde es sehr stark von dir, dass du deinen Mann bis zum schluss gepflegt hast. Ich weiss was du meinst mit aufopfern.. ich würde es für meine Mutter am liebsten genauso tun, aber ich glaub, danach bin ich wirklich am Ende. Natürlich musst du erstmal wieder Kraft tanken!
Als meine Oma (für mich wie meine 2. Mutter) vor 3,5 Jahren starb, war das das Schlimmste, was mir damals nur passieren konnte. Sie war die Stütze, die mir meine Mutter mit ihrer Krankheit nicht sein konnte. Ich hatte über 2 Jahre daran zu knabbern, bis ich dies akzeptieren konnte. Ich wünsche dir sehr, dass es bei dir nicht solange braucht und du trotz allem irgendwann dich selbst wieder finden kannst und dein Leben mit viel Freude genießen kannst.
Die Zeit heilt Wunden - da ist was Wahres dran...
Alles Liebe für euch!
Angie
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