Liebe Nina,
ihr habt das Schlimmste durchlebt, die Erkrankung eines Kindes. Was Du als Mutter bisher durchmachen musstest, ist wohl nicht zu verwinden.
Es tut mir so leid, dass es Eure Familie nun wieder getroffen hat und Du nun um Deine Mutti bangen musst.
Man liest viel Negatives über Krebs an sich, Lungenkrebs und den Kleinzeller im Speziellen. Und er Kleinzeller ist wirklich agressiv, er kann sehr schnell metastasieren. Es wird nicht leicht werden. Dennoch wirst Du hier Menschen kennenlernen, die auch mit diesem Krebs fertig geworden sind. Die Zahl derer, die es mit diesem Krebs schafft, alt zu werden, ist nicht so hoch, das weißt Du ja, aber Du kannst nicht wissen, auf welcher Seite der Statistik Deine Mutti stehen wird. Es gibt berechtigte Hoffnung, auch bei dieser Art von Krebs.
Du bist natürlich ein "gebranntes Kind" durch den Verlust Deines Sohnes in so jungen Jahren.
Umso verständlicher ist es, dass es nicht leicht fällt, positiv zu denken. Ja es gibt die Möglichkeit, Psychopharmaka unter der Chemo zu nehmen. Ihr solltet Euch an einen Psychoonkologen weden. Meist hat auch jede größere Klinik einen.
Zitat:
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Wie soll ein Mensch denn nur mit einer so schrecklichen Diagnose klar kommen?
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Ich bin sicher, Du bekommst demnächst Antworten von "Überlebenden" dieser Diagnose.
Alles kann geschehen, leider auch das Schlimmste. Versuche aber, was Du hier liest als Information zu sehen. Vielleicht schafft es Deine Mama die Diagnose, aber nicht die damit verbundene Prognose als gegeben hinzunehmen.
Alles Liebe und viel Kraft für die kommende Zeit
Juliane