Thema: Nasenkrebs
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Alt 20.06.2007, 16:05
Nicole_H Nicole_H ist offline
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Standard AW: Nasenkrebs

Hallo Ihr Lieben,

das mit der Zuversicht ist so eine Sache. Ich bin eine relativ pragmatischer Mensch und habe beschlossen, dass für die vollständige Genesung Optimuismus ganz wesentlich ist. Also habe ich nach der Diagnose mit Autogenem Training versucht Einfluss auf das Unterbewußtsein zu nehmen und dort einen gesunden Optimismus zu verankern. Eigentlich fahre ich damit ganz gut, zumindest gehe ich erstaunlich zuversichtlich an die Sache heran. Das Spiel mit der Psyche kann natürlich noch nach hinten losgehen, wenn dann doch noch was kommt. Aber man muss halt pokern. Autogenes Training kann ich aber auf jeden Fall nur empfehlen.

Vielleicht hilft es auch gegen Kopfschmerzen. Zumindest lassen sich im allgemeinen Schmerzen ganz gut mit Autogenem Training beherrschen. Gegen "alltäglichen" Kopfschmerz hat es mir zumindest immer geholfen. Aber trotzdem solltest Du, Lilli Deinen Arzt immer wieder drauf ansprechen, damit er die Ursachen abklärt.

Was die verstopfte Nase angeht. Ich muss auch eimal die Woche zur Nasenpflege. Da hilft nichts - sonst ist die Atmung komplett behindert (zumal mir die Neurochierogen die Nasendusche untersagt haben).

Zu Deiner Nachfrage zur OP, Daresa. Bei mir hat man von oben operiert, dh. mit einem Bügelschnitt wurde der Kopf am Haaransatz entlang geöffnet und die Stirnplatte herausgenommen. So hatte man von oben einen Zugang zur Nase. Ich glaube, ein wenig wurde auch durch die Nasenlöcher gemacht. Insgesamt blieben mir durch den Bügelschnitt Narben im Gesicht vollständig erspart. Der Bügelschnitt geht zwar von einem Ohr zum andern - aber er verheilt gut (selbst nachdem er nun zum zweiten Mal geöffnet wurde) und ist wenn dann wieder Haare da sind ja auch gar nicht mehr zu sehen. Das untere Stück Nasenscheidewand steht noch - wahrscheinlich ist das für die Stabilität der Nase wichtig. Irgendwie haben die Ärzte es jedenfalls geschafft, die Nase zu erhalten (ich kann die HNO in Cottbus auch sonst nur weiterempfehlen).

Ich weiß gar nicht, wie man Dich liebe Daresa aufmuntern kann. Aber letztlich geht auch ein Jahr schneller vorbei als man denkt und die Ärzte können ja heute wirklich gut eine Nase rekonstruieren. Versuche einfach zurück zu blicken und versuche Dir klar zu machen, wie viel Du schon geschafft hast und wie schnell die Zeit jetzt im nachhinein doch vergangen ist und der Berg, der Anfang des Jahres noch vor Dir lag, zum ganzen Teil schon überquert ist.

Daß Du morgens manchmal Geschmack hast, kannst Du doch bestimmt als positives Zeichen werten.


Viele Grüsse
Nicole