Hallo Ihr Lieben,
tja, schlechtes Gewissen kann man nicht abschalten
Schlechtes Gewissen nächster Teil: Ich war heute in Bad Trißl. Meine Mutter war ganz gut drauf, sie wollte unbedingt runter in Garten, also Rolli geholt (ohne darf sie nach dem Sturz nicht), an den Bach runter gefahren, bißchen Grünzeug fürs Zimmer gepflückt, noch einen Kaffee unten auf der Terrasse getrunken.
Hört sich doch gut an. Der CRP ist wieder auf 13, also massiv gefallen, sie denken über die Chemo Anfang nächster Woche nach.
Und dann kommt die Entlassung
Meine Mutter hat mir heute eindringlich gesagt, sie glaube, ihr ginge es daheim besser.
Ich wußte gar nicht mehr, wie mir geschieht. Wenn man sie ansieht, weiß man, dass sie sich unmöglich selbst verpflegen kann, vor allem nicht nach der Chemo. Ich wohne ja bekanntlich 65 km weg, also zu weit um täglich mehrmals zu kommen.
Die Ärztin hat ihr wieder ins Gewissen geredet, sie hat sich jetzt auf Kurzzeitpflege einlassen, weil die Ärztin sagt: No way, viel zu riskant.
Wenigstens etwas. Wenn ihr Zustand stabil ist, hab ich kein Problem, dass sie nach Hause kommt. Vor allem, wenn die nächtlichen Attacken nicht wieder kommen. Momentan soll sie einfach jemanden um sich haben, der helfen könnte. Dann sehen wir weiter.
Tja, nebenbei hat sich rausgestellt, dass noch eine Meta gekommen ist - im Handgelenk. Wer weiß, wo im Knochengerüst die noch sitzen?
Jetzt heißt es noch bissi organisieren, das eine Pflegeheim hat das okay für das Einbettzimmer gegeben, es liegt aber leider auch wieder weit außerhalb von München, ist aber ein Traum. Morgen werde ich das hier um die Ecke anrufen, da hab ich aber keine Hoffnung.
So, danke für Eure Worte,
LG
Astrid