AW: Erfahrungsaustausch
Hallo,
mein Name ist Susi, bin 40 Jahre alt und durch Zufall auf diese Seite ge
stossen. Bei mir ist die Diagnose noch ganz frisch, der Schock sitzt tief.
Deshalb bin ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten. Wenn ich mich hier aber umsehe wird mir angst und bange. Es gibt soviele Rückfälle trotz diversen
Chemotherapien.
Ich bin vor zwei Wochen mit Unterleibsbeschwerden in die Erste-Hilfe gegangen, dachte aber eher an eine Entzündung. Nach dem Ultraschall war aber klar, daß was nicht stimmt. Es wurde noch eine Ärztin dazugerufen, danach kam noch die Oberärztin. Erst hieß es ich hätte eine relativ große Zyste am Eierstock, die müßte man sofort entfernen. Dann wurden aber immer mehr Untersuchungen angeordnet (Darmspiegelung, CT, Rö-der Harnleiter und Blase) und dann kam Stück für Stück der Verdacht auf Krebs auf. Naja, nun wurde ich also operiert, aus der Anfangs genannten Entfernung einer Zyste wurde eine Totaloperation. Das war vorletzten Donnerstag. Seit gestern bin ich zu Hause und habe ziemlich starke Blasenschmerzen. Ist das normal?
Im Laufe des Krankenhausaufenthaltes hat man mich nun vorsichtig auf die Diagnose und folgende Therapie vorbereitet. Also es war Eierstockkrebs, konnte aber alles entfernt werden. Nun soll ich aber prophylaktisch eine
Chemotherapie machen (Carbonplatin/Taxol 6x) und das so schnell wie möglich. Das will ich aber auf keinen Fall. Gibt es denn keine Alternative?
Was passiert wenn ich mich weigere? Es muß doch möglich sein auch ohne Chemotherapie gesund zu werden, zumal der Krebs ja scheinbar komplett wegoperiert wurde. Wer kann mir Tipps geben, ich wohne in Berlin. Kennt jemand einen Arzt der mich alternativ begleiten würde.
Bin sehr verzweifelt und freue mich über jeden Rat.
Susi
|