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Alt 20.07.2007, 15:03
Eponine1974 Eponine1974 ist offline
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Standard AW: Kranke und Angehörige

Daddys girl, Du sagst in Deinem letzten Absatz auch was ganz Wichtiges oder deutest es an:

Jede Krebserkrankung ist schlimm, fuer den Betroffenen selbst wie auch seine Angehoerigen. Allerdings ist es natuerlich schon noch mal ein Unterschied, wie die Prognosen sind, in welchen Stadium der Krebs ist etc.

Wenn man damit konfrontiert wird, dass die Hoffnung gleich Null ist, ist das noch mal was ganz anderes als wenn Heilungschancen bestehen. Auch dann ist die Therapiezeit fuer alle schwer, aber man hat eben Hoffnung.

Meine Mutter leidet an einem malignen Pleuraerguss, allerdings sekundaer, der Primaertumor ging von den Eierstoecken aus. Sieht man sich die Statistiken an, weiss man, was das heisst. Und hofft gleichzeitig, dass sie einer der "Ausreisser" ist.
Ich glaube, dass sie sehr schauspielert im Moment, nicht will, dass ich weiss, wie schlecht es um sie steht. Dabei muss ihr eigentlich klar sein, dass die Aerzte mir das Gleiche gesagt haben wie ihr.

Auch wegen sowas kommt man in dieses Forum, und ich glaube schon, dass es Sinn macht, Erkrankte und Angehoerige "zusammen" zu haben. Ich kann mich ja nur bedingt in meine Mutter hineinversetzen, und wenn es ein sehr nahestehender Mensch ist, ist man selbst vielleicht auch manchmal uebervorsichtig, fragt nicht alles, sagt nicht alles.

Da hilft es dann auch zu lesen, was in den Koepfen der Erkrankten vorgeht, um die eigenen Lieben besser zu verstehen. Vielleicht auch zu erkennen, was man falsch macht ...