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Alt 11.08.2007, 15:26
Benutzerbild von MichaelaBs
MichaelaBs MichaelaBs ist offline
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Standard AW: Haustiere - mit die beste Therapie!

Guten Morgen, Ihr Lieben!

Draussen ist es ja nicht gerade sonnig, da soll die Farbe wenigstens hier leuchten!

Liebe Nicole, zunächst wünsche ich Dir alles Gute für Mini. Hoffentlich bekommt Ihr das auch noch in den Griff, vielleicht ist mehr Geduld nötig. Von der Tülle kommt es nicht, oder? Dann zu Deiner Mama: wenn sie berufstätig so eingespannt ist, würde ich auch immer zu einer Katze raten, die doch besser als ein Hund mit der Abwesenheit des menschlichen Freundes zurecht kommt. Wir sollten nicht vergessen, dass eine Katze tatsächlich einen Großteil des Tages verschläft. Gassigehen entfällt auch. Wenn Deine Schwester findet, dass es gut für Eure Mutter wäre und Du der selben Meinung bist, dann macht es. Ein bisschen Zeit ist ja noch, vielleicht bei den nächsten Besuchen "hintenrum" nochmal die Lage peilen?

Liebe Gloria, das kann ich gut verstehen, dass Ihr heute alles ruhiger angeht. Jetzt ist schmusen und kuscheln angesagt. Ich sehe Euch so richtig zusammen auf dem Sofa liegen.Sende hiermit einen warmen Schmuser an Euch drei!

Ich wollte ja ein bisschen von meinem Urlaub berichten und mit der Geschichte des letzten Samstagsbeginnen, da heute wieder Samstag ist.
Es war unser letzter Urlaubs- und Ausflugstag nach New York City. Wir wollten ins Metropolitan Museum, d. h., ich wollte da dringend noch hin, weil am 05.08. eine große Modeausstellung endete, die ich unbedingt noch sehen wollte. So fuhren wir mit der Subway bis zur 86. Straße, gingen bis zur 5th Avenue, immer schön den Blick am Boden, denn meistens findet man von bereits gegangenen Museumsbesuchern den Pin, und mit dem gehe ich dann rein... Den ersten fand natürlich meine Tante, den zweiten Fabian, wir dachten,das wars. Da wir zu viert waren, sagte ich noch, ok, es ist auf jeden Fall nun nur noch die Hälfte an Eintritt zu entrichten. Aber da fand Tante noch einen und ich kaufte ein Ticket.

Die Ausstellung enttäuschte mich nicht, Paul Poiret, King of Fashion" war ganz großartig, selbst Fabian war beeindruckt. Was ich an amerikanischen Ausstellungen so schätze ist, dass sie wirklich liebevoll präsentiert werden, immer mit passenden Hintergründen, Accessoieres, passenden Möbeln unter Umständen. So war es hier auch. Dazu einige Computeranimationen, um die raffiniert einfache Schnitttechnik des Meisters zu erläutern. Die Gewänder waren traumhaft, Einiges würde ich heute noch anziehen,obwohl es sich im Wesentlichen um Mode zwischen 1910 und 1950 handelte.

Später zeigte ich allen den Dachgarten des Museums, da freitags und samstagsbis 21 Uhr auf ist, hatte ich vor, allen die Stadt in der Abenddämmerung zu zeigen. Dafür war es zwar zu früh, aber der Blick war grandios, Cousin, Tante und Fabian waren noch nie oben gewesen. Menschen standen dort, plauderten, schlürften Cocktails und genossen die Aussicht. Als wir gingen, ging langsam die Sonne unter. Unser nächstes Ziel war das Marriott Marquis an der 46. Straße, da sich dort ein fabelhaftes Restaurant in der 48. Etage befindet, was sich dreht! Da wir beschlossen hatten, einen Weg zu laufen, schlenderten wir nun durf den Central Park zurück.

Ich glaube, das war fast das Schönste an dem Tag. Es wurde nun langsam schummerig, auf den Felsen saßen Liebespärchen, auf einem kleinen See sauste noch ein einzelnes ferngelenktes Boot herum, Vögel zwitscherten, Eichhörnchen sausten durchs Geäst und plötzlich sah ich vier Tiere, die hintereinander über eine Wiese auf einen Baum zu liefen. Ich fragte meine Tante, was das sein könnte und sie vermutete gleich Waschbären. So war es auch. Wir beeilten uns ein bisschen und kamen gerade rechtzeitig um mitzuerleben, wie die kleinen Kerle gemütlich den Baum hochkletterten, gelegentlich verweilten, auf uns unterschauten um dann ihren Weg fortzusetzen. Das tollste Bild aber, was ich wegen der Dunkelheit nicht fotografieren konnte und eseinfach im Kopf behalten muss, an einer Astgabelung machten drei der vier Gesellen halt und schauten durch die Gabelung auf uns hinunter. Das war ein so schönes Bild, diese putzigen Gesichter, dicht an die dicht die Köpfchen, zum Mitnehmen!

Anschließend kamen wir bei einigen Trommlern vorbei, zu deren Rythmen einige Leute tanzten. Wieder ein Stück weiter hörten wir Musik, jemand sang mit sehr schöner Stimme. Als wir näher kamen, sahen wir, dass da Paare tanzten. Sie tanzten Tango, einige sehr vollendet, andere noch etwas steif, mit weniger Bewegungen, aber alle zusammen mit sehr viel Freude an der Sache. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Tangoübungsstunde handelte, die jeden Samstag dort zur gleichen Zeit stattfindet.

Mittlerweile waren längst die Lichter im Park angegangen und wir erreichten die 5th Avenue, etw 20 Blöcke waren noch zu gehen um zum Marriott zu kommen. Die Zeit saß uns etwas im Nacken, denn meine Tante und mein Cousin meinten, nach 21 Uhr kämen die Heren nicht mehr mit kurzen Hosen rein. Es war aber gerade 21 Uhr, als wir in die Zielgerade bogen! Glück gehabt, wir wollten ja nicht zum Dinner sondern nur auf einen Drink, da brauchten wir auch nicht in der Schlange zu warten und bekamen gleich einen schönen Sitzplatz. Meine Güte! Was für eine Aussicht! Hoch über Manhattan zu sitzen, in das Lichtermeer hinunter zu schauen, den Körper langsam wieder herunterzukühlen (zuletzt waren wir recht schnell gegangen und es war heiß in der Stadt) und einen leckeren Cocktail zu schlürfen (sonst denke ich bei Cocktail ja immer an Chemo)...

Fazit: Dieser Samstag war ein wunderschöner Abschluss unseres Urlaubes und entschädigte für manche qualvolle heiße Stunde, in der ich wünschte, das Thermometer würde um einige Grade nach unten gehen. Es ist doch etwas länger geworden als ich dachte, ich hoffe, Euch damit nicht gelangweilt zu haben und vielleicht konnte ich Euch auch ein bisschen ins Museum oder den Park entführen. Ich würde mich freuen, wenn es mir gelungen ist.

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende Euch allen, verbunden mit den Wünschen für größtmögliche Schmerzfreiheit, Entspannung vom Alltag und wenig trübe Gedanken für Anna, Anja, Annelie, Barbara, Bobby, Christine, Gloria, Heidi, Heike, Jimbo, Maus, Nicole, Peti, Silverlady, Susanne, und alle Ungenannten natürlich auch!

Michaela

Geändert von Jutta (10.03.2011 um 13:33 Uhr) Grund: Angehängte Datei
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