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Alt 18.10.2007, 19:04
Finiboy Finiboy ist offline
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Standard AW: Hirnmetastasen

Hallo,

erstmal möchte ich hier allen mein Mitgefühl aussprechen.

Ich möchte niemandem die Hoffnung nehmen, da sie unter Umständen das einzig Positive ist, was einem noch bleibt, ob als Betroffener selbst oder aber auch als Angehöriger. Ich selbst habe diesen schrecklichen Zustand sehr nahe bei meiner Mum miterleben müssen. Sie hatte auch ein kleinzelliges BC und nach der Lungenop sah es sehr gut aus und wir waren alle so dankbar und fassungslos glücklich über den Verlauf erstmal der Erholung nach der OP und auch nach diversen Kontrollct´s usw. Bis halt die Diagnose kam: Hirnmetastasen, schnellwachsend. Wir waren echt total überfordert mit der Situation, da der Krebs sich bis dahin von seiner allerfreundlichsten Seite gezeigt hat (sofern das überhaupt möglich ist) aber der Onkologe selbst war geschockt und war eigentlich kurz davor meine Mum als "geheilt" zu entlassen. Und leider muss ich hier weiter berichten, dass meiner Mum nach der Diagnose Hirnmetas gerade mal knappe drei Monate blieben und dazu muss ich sagen die letzten sechs Wochen verbrachte sie im KH und es war ziemlich hart das jeden Tag miterleben zu müssen, sie verstarb dann im Januar diesen Jahres und erst jetzt schaffe ich es wieder darüber zu schreiben.
Um jetzt hier evtl. eine Info weiterzugeben: die Metas bei meiner Mum waren schnellwachsend, daher kann es passieren, wie bei ihr, das diese Einbluten und sozusagen eien Schlaganfall auslösen können. Sie hatte Anfangs drei von der Grüße je im Durchmesser: 3,9; 2,1 und 0,9 cm am Ende waren es fünf. Sie erhielt insgesamt 12 Ganzkopfbestrahlungen, die leider keinen Erfolg zeigten. Und natürlich bekam sie hochdosoertes Kortison, welches in der letzten Woche komplett abgesetzt wurde lt Aussage der Ärzte um den Sterbeprozess nicht unnötig zu verlängern. In den letzten drei Tagen bekam sie Valium, um weitere Krampfanfälle zu vermeiden. Aber wie ich in Erfahrung brachte, kann man durchaus eine wesentlich längere Zeit mit Hirnmetas überleben, es kommt halt darauf an wo diese sind, wie groß sie sind usw. Bei meiner Mum waren leider alles Aspekte negativ.

Ich hoffe ich konnte einige Infos weitergeben und ich wünsche allen alles Gute und gebt die Hoffnung nicht auf auch wenns schwer fällt.

LG
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