AW: Adenokarzinom inoperabel
Liebe Engelinchen,
das ist wirklich furchtbar, in so kurzer Zeit bei beiden Eltern die Krebsdiagnose. Hast du schon mal über therapeutischen Beistand nachgedacht? Das kann immens helfen.
Das Prognosen eigentlich unmöglich sind, hast du sicher schon mitbekommen, wenn du hier gelesen hast. Bei manchen geht es leider wirklich schnell zu Ende, andere leben noch lange gut. Und erstaunliche Behandlungserfolge gibt es auch. Bei meinem Mann hieß es vor mehr als drei Jahren, außer einer palliativen Chemo wäre nichts möglich. Wir haben dann das Krankenhaus gewechselt - und mit Radiochemotherapie hat er einen komplette Remission geschafft.
Der Primärtumor deines Vaters ist ja nicht so groß; wichtig wäre, wie weit er schon gestreut hat. Und welcher Typ es ist - kleinzellig oder nichtkleinzellig. Welche Chemo bekommt dein Vater denn? Und ist auch Bestrahlung möglich? Wo wird er denn behandelt? Ich hoffe, das waren jetzt nicht zu viele Fragen auf einmal.
Ich wünsch dir viel Kraft, du wirst sie auf jeden Fall brauchen.
Bettina
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