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Alt 26.11.2007, 01:12
Benutzerbild von Heike 1963
Heike 1963 Heike 1963 ist offline
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Standard AW: Auf einmal mutlos

Liebe Rosi,

auch mir ist es ähnlich ergangen. Erst OP, dann die Diagnose, dann Lymphknotenop, alle Kontrolluntersuchungen, dann POrt-Op, alles ok und ich hatte das Gefühl, wow, da hab ich gerade eben noch so die Kurve gekratzt. Und dann kam der Hammer. Tumor rezeptornegativ, her2 neu negativ...Chemo und Bestrahlung. Das machte mir auf einmal so klar, ich habe nicht die Kurve gekratzt...die Angst, sie hört nie mehr auf...

Heute, über 2 Jahre später, habe ich meinen Weg gefunden mit der Angst zu leben. Höhen und Tiefen gibt es immer wieder. Auch da gilt es einen eigenen Weg zu finden.

Das Du einen Durchhänger hast, ist ein Teil der Realisierung und ganz normal. Du wirst diese Phasen immer wieder haben. Dann komm zu uns und wir bauen Dich wieder auf. Denn diese Phasen verstehen Außenstehende nicht. Umsonst fühlen sich nicht Betroffene unter Betroffenen am wohlsten.

Rosi, es ist gut, das Du offen mit Deinem Brustkrebs umgehst. Du wirst sehen, die meisten Leute haben dann keine Hemmungen mehr mit Dir darüber zu sprechen und sehen Dich mit Hochachtung an. Natürlich gibts auch noch die mit den 'blöden Sprüchen'. Nimms gelassen und entwickle einen Tumorhumor. Ist schon manchmal makaber, aber die schwerste Freiübung ist es eh, sich selbst auf den Arm zu nehmen.

Kopf hoch und in den Nacken. Chemo ist schwer, aber zu packen! Alle, die Dir bis jetzt geantwortet haben, sind auch diesen schweren Weg gegangen.

Ich wünsche Dir viel Mut und Zuversicht und einen guten Weg durch die Chemo!

Heike
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Ich habe nicht mit Krebs gerechnet,
der Krebs hat nicht mit mir gerechnet.
Nicht mit meiner Phantasie,
meiner Lernfähigkeit,
meinem Überlebenswillen...

Ursula Goldmann-Posch
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