AW: Meine Schwiegermutter hatte ein Glioblastom...
Hallo Heike,
bei dir sieht es im Moment wirklich ziemlich heftig aus. Ich kann deine Wut und Verzweiflung nur zu gut verstehen. Man empfindet soviel Leid als Ungerechtigkeit im Vergleich zu denen, denen es super geht, die sich ein tolles Leben machen können. Wobei ich denke, dass wirklich jeder!!! irgendwann sein Päckchen tragen muss.
Ich habe soviele Schicksalsschläge hinnehmen müssen, dass ich deine Gefühle nur zu gut verstehe. Auch ich habe mit Gott gehadert und hatte mich von ihm abgewendet. Ich habe die Verantwortung bei ihm gesucht. Ist er doch allmächtig! Doch heute weiß ich, dass wir keine Probleme aufgeladen bekommen, sozusagen als Prüfungen. Seit ich meine Einstellung geändert habe und erkenne, dass es irgendwo da oben eine Kraft gibt, die mir den Mut und die Kraft gibt, mein schweres Leben zu ertragen, seitdem geht es mir besser. Mit Wut im Bauch lebt es sich nicht gut.
Vielleicht schaffst du es, um Kraft zu bitten und deinen Glauben wiederzufinden. Ich bin wahrlich kein großer Kirchengänger und mein Glaube ist sicher noch nicht fest, doch ich fühle, dass ich es allein nicht schaffen kann. Ich brauche Hilfe von da oben und ich denke ohne diese Hilfe wäre ich inzwischen schon längst an meinem Schicksal zerbrochen.
Liebe Heike, ich mag dir nichts überstülpen, wollte dich nur an meinen Gedanken teilhaben lassen.
Ich schicke dir von mir in Gedanken ein großes Paket Optimismus und Zuversicht, dass du auch die momentan schwierige Situation schaffen wirst.
Liebe Grüße, Benita
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