Liebe Mona,
ich habe mich da vielleicht ein bißchen falsch ausgedrückt. Sorry!
Ich bin sicher, daß der Kranke ganz bestimmt nichts falsch macht, egal ob es um den Umgang mit Streß geht oder ums positive Denken. Ich habe ja auch extra dabei geschreiben: KEINE AHNUNG! denn die habe ich wirklich nicht.
Ich habe mir viele Gedanken gemacht und viel gelesen und immer wieder bin ich auf solche Erklärungen gestoßen, daß es darum geht, wie man mit Streß umgeht und darin vielleicht der Schlüssel liegt, warum manche Krebs bekommen und manche nicht.
Du hast vollkommen Recht, daß solche Überlegungen auch gefährlich sein können.
Weil ich sowas über Streß gelesen habe, habe ich mich dann gefragt, ob die Leute, die sowas schreiben, auch meinen könnten, daß es beim positiven Denken auch Unterschiede gibt und es wichtig ist, wie man positiv denkt.
Das bedeutet aber nicht, daß ich irgendeine Ahnung hätte, ob sowas möglich ist. Ich habe das nur geschrieben, weil es mich interessiert, was ihr so darüber denkt. Ich finde das ganze Thema wirklich sehr schwierig.
Ich hatte mein posting ursprünglich irgendwie anders geschrieben, bin dann aber rausgeflogen und als ich es neu geschrieben habe, habe ich irgendwie nicht mehr alles zusammen bekommen.
Ich glaube eigentlich nur daran, daß Patienten, die aufgegeben haben, kaum noch eine Chance haben. Aber auch da gibt es Ausnahmen und erklären kann das niemand.
Ich glaube auch daran, daß man eine genetische Veranlagung haben muß, um überhaupt an Krebs zu erkranken. Ich glaube, daß diese Veranlagung bei vielen Menschen vorhanden ist, aber der Krebs nie ausbricht. Und bei manchen Menschen kommt es irgendwann zu einer Fehlinformation in einer Zelle und alles geht los.
Warum gibt es Menschen, die rauchen wie die Schlote, uralt werden und nie Lungenkrebs bekommen?
Warum gibt es Menschen, die noch nie geraucht haben und trotzdem Lungenkrebs bekommen?
Ich glaube, eine Antwort darauf werden wir wohl nie finden.
Ich glaube daran, daß wir alle so positiv denken, wie es geht, wir aber auch mit der Achterbahn der Gefühle, den Ängsten vor Rezidiven usw. zurechtkommen müssen und bei manchen kommt es zum Rezidiv und bei manchen nicht, aber ich glaube nicht, daß wir mit unserem Verhalten irgendetwas daran ändern können.
Ich hoffe, ich konnte das jetzt ganz gut erklären, was ich gemeint habe. Ich finde, wenn ich mein posting lesen, das alles ganz schön wirr, aber vielleicht kommt ihr damit zurecht.
Ich denke positiv, aber ich habe genauso eine Höllenangst vor einem Rezidiv und wenn ich zur Nachsorge muß und auf Ergebnisse warte, dann bin ich manchmal starr vor Angst.
Im Moment habe ich wieder Angst, daß irgendwas nicht stimmt, weil ich ständig eine Temperatur zwischen 37,0 und 37,5 Grad habe, seit Mitte Dezember im Ganzen 4 mal Infektionen mit Fieber hatte und dieser grippale Infekt, mit dem ich noch kämpfe, hat mir gestern plötzlich wieder neue Halsschmerzen beschert. Ich müßte wohl nochmal zum Arzt, kann mich aber nicht aufraffen und hoffe, alles vergeht in den nächsten Tagen.
Und ich habe diese Angst, obwohl ich vor 3 Wochen gründlich untersucht wurde und letzte Woche bei der Nachsorge war und alles in Ordnung ist!
Liebe Grüße
Mosi-Bär