Hallo ihr Lieben,
ich danke euch sehr für eure Beiträge

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Ich mußte mich tatsächlich erstmal trauen, mich hier auszuweinen.
Die letzte Zeit war nicht so leicht, mein lieber Mann hatte nach der 2. Chemo mehr Schmerzen und ich hatte so das Gefühl, er ist irgendwo, wo ich nicht mitkommen kann.
Eine Freundin sagte mir, es ist wie bei einer Geburt, da kann der Angehörige auch nur dasein, es spielt sich halt vieles im Betroffenen selbst ab.
Ich muß sagen, das war eine schwere Zeit, ich dachte, er entfernt sich von mir, ich hatte auch Angst, er ist nun dem Tod einen Schritt näher , er war so weit weg.
Das war so traurig, ich hab viel geweint und fühle mich auch jetzt noch fertig.
Für meinen Mann war die Zeit natürlich viel schlimmer, er hat das ja alles erlebt, ich stand nur daneben.
Aber ich kann ja nur von mir sprechen, und ich muß sagen, das Zusehen wenn es dem Anderen schlecht geht muß ich wohl irgendwie lernen, ich kann das noch nicht.
Es ist auch noch so, der Krebs ist erst seit Mitte Januar bekannt, ich möchte noch- am Liebsten- ihm alles abnehmen und wenn er Schmerzen hat, will ich sofort was machen.
Aber ich tu das nicht, mein Mann ist über 18, der macht schon das, was für ihn richtig ist, es ist nur so ein Gefühl in mir, ihm überall helfen zu wollen obwohl ich weiß, mir würde sowas auch nicht gefallen.
(Mein Mann ist übrigens Mitte 60 ich bin 50 Jahre.)
Solche Zwiespälte kennt ihr bestimmt auch.
Der Anfall ist auch wieder vorbei, ich laß ihn so machen, wie er es will.
Dann habe ich noch eine wichtige Frage, ich weiß nicht so recht, was ich mit den Kindern machen soll.
Mein Großer ist ja schon erwachsen, der Kleine ist 13 Jahre alt.
Wir haben mit beiden gesprochen, ich denke nun, es wäre gut, wenn der 13- Jährige andere kennenlernt, die in ähnlicher Lage sind.
Denn er ist oft traurig.
Er sagt es nicht so, aber ich weiß ja, wie er aussieht wenn er traurig ist.
Habt ihr mit euren Kindern spezielle Sachen unternommen ?
Ich überlege, eine Beratungsstelle anzurufen und da zu fragen und würde mich freuen, zu hören, was euch und euren Kindern geholfen hat.
Und mit dem Großen weiß ich auch nicht so recht.
Es hat ihn sehr mitgenommen, von der Diagnose zu hören, ich glaube, es ist besser, wenn ich warte, bis er reden möchte.
Oder wie macht ihr es bei euren Kindern ?
Tut mir leid, wenn es heute etwas verworren ist, ich glaube, ich möchte gerne alles regeln, aber ich kann das nicht.
Ich kann den Kindern ja die Traurigkeit nicht abnehmen.
Nur dasein,oder ?
Ich wünsche euch alles Liebe, danke für alles und alles Liebe auch für eure Familien.
Bis bald, eure Momo