AW: Erfahrungsaustausch
Hallo ich bin erst seit heute hier angemeldet und mustse ein bißchen überlegen ob und was ich schreibe.
Meine mum (53) musste am Montag ins Krankenhaus da sie seit etwa 3 Wochen Unterleibsschmerzen hatte. Die Diagnose stand noch nicht fest und deshalb eine Operation die gestern statt fand. Ich (22) hatte mich am Montag mit den Worten :Wir hören uns morgen um 20.00 am Telefon, da solltest du ja wieder wach sein! Tja meine Patentante, die seit einer Woche aus dem Krankenhaus raus ist, hatte Brustkrebs, hatte noch die Telefonnummer und rief Schwesternzimmer an und da sagte man ihr das meine Mum noch auf der Intensiv liegt. Kurz vor 20.00 rief mich meine Patentante an und sagte mir dies, 1. Enttäuschung die eigene Mutti nicht hören zu können und überhaupt wie ist die Diagnose. Ich rief dann heute gegen Mittag selber dort an und wieder die selbe antowort Intensivstation. Na toll dachte ich, die Gedanken die man in dem Moment im Kopf hat kann man gar nich zusammenfassen, ich dachte sie liegt dort nur über Nacht zur Kontrolle,aber nun gut. Dann klingelte das Telefon, Krankenhaus rief an, in dem Moment sackte alles in mir zusammen, aber die Schwester rief an weil sie mir was von meiner Mama ausrichten sollte. Sie hatte den ganz großen Wunsch mich zu sehen, was für mich selbstverständlich war. Punkt 3 irrte ich im Krankenhaus rum und gelangte auf die Intensivstation, mir war schlecht, heiß,kalt und die Tränen musste ich zurückhalten. Dann der Gang zu ihrem Zimmer und mein Schock war groß als ich lauter Schläuche,Apparate und meine ssonst so lebendige und starke Mama sah. Sie war so wehrlos, ihr kamen die Tränen runter gerollt und mit reden war nicht viel, dazu waren Schmerzen im Bauch und sicherlich im Herzen zu groß. Nun saß ich da und studierte die Geräte und musste mit ansehen wie sie immer wieder Krämpfe hatte und man selber so hilflos war. Zum glück kam irgendwann die Ärzten und somit erfuhr ich auch was los war, da meine mum nicht darüber reden konnte/wollte?! Es handelte sich tatsächlich um bösartigen Eierstockkrebs im fortgeschrittenem Stadium. Es mussten Eierstöcke, Gebärmutter,Blinddarm, das Netz, ein Stück vom Magen, irgendein anderes etwas, Lymphknoten und Teile des Darms raus. Ich dachte die Ärztin wird nie fertig mit der Aufzählung. So, ich dachte nur ich muss mich zusammenreißen und klaren Kopf bewahren und der Ärztin fragen stellen. Meine erste Frage war, ob der künstliche Darmausgang zurück gelegt werden kann und leider geht das nicht da zu viel entfernt werden musste. Ihre Worte waren, das soweit alles entfernt werden konnte, bis auf kleine Rückstände. Wo meine Hoffnung auf die Chemo gesetzt wird. Ich wollte so gerne was tun,aber was will machen machen, ich saß 4 Stunden neben ihr ohne was zu sagen. Meine mum ist sehr stark und ihre Worte waren immer "Schatz, wir sind ein Team und schaffen das!" (Man muss dazu sagen, das sie Alleinerziehend mit mir ist und das seit meiner Geburt und wir ein super tolles Verhältnis haben)! Ich glaube viel hat sie von den Worten der Ärztin nicht wahr genommen außer das sie immer einen künstlichen Darm haben wird und denke das hat sie sehr getroffen. Wenn ich bloß wüsste wo ihre Gedanken sind!
Meine Frage, hat jemand bereits Erfahrung mit einem künstlichen Darmausgang und wenn ja, lässt es sich uneingeschränkt damit Leben?! Und wann sind die großen Schmerzen im Bauch vorbei, ich habe ihr gesagt am Wochenende wird sie vielleicht schon wieder stehen, aber will auch nicht zu viel versprechen, immerhin war die Operation auifwendig mit 5 Stunden.
Eigentlich müsste ich auch seit heute wieder weg sein von der Heimat an der Uni, aber hab dann doch beschlossen noch eine volle Woche zu bleiben, ich hoffe bis dahin sieht alles schon bissl besser aus,sonst fahr ich nicht weg.
Ich musste das einfach los werden, da ich sonst keinen habe der annähernd so empfindet.
MfG CuT-YoAh
|