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Alt 28.03.2008, 14:49
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Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Lebermetastasen

Hallo Puscherchen,

ich denke auch, dass ein Port nicht verkehrt sein wird. Natürlich kann es vorkommen, dass Entzündungen auftreten, aber für den, der schlechte Venen hat und häufig Infussionen braucht, dürfte dieser ein wahrer Segen sein. Das Schlimmste, was passieren kann - so denke ich - ist wohl, dass der Katheder in dem Gefäß, in dem er liegt, Thrombose verursachen kann. Das merkt man daran, dass der Arm auf der Seite anschwillt und sich bläulich verfärbt. Auch können sich im Katheder Bakterien ansiedeln. Ebenfalls sind Verstopfungen möglich.
Trotzdem dürfte so ein Port ein Gewinn an Lebensqualität für den Patienten darstellen, da jederzeit ein verfügbarer Gefäßzugang ohne Stress möglich ist. Außerdem kann dieser auch neben der Chemo- oder Schmerztherapie zur parenteralen Langzeiternährung und Bluttransfussionen genutzt werden.

Was ich nicht verstehe, dass die Schmerzen nicht in Griff zu bekommen sind, wenn schon eine Schmerztherapeutin am Werk ist. Eine vollständige, also 100%ige Schmerzfreiheit ist sicher - ohne dass sich der Betroffene im Delirium befindet - manchmal nicht möglich, aber doch nicht so, dass er sich nur noch quält. An eurer Stelle würde ich mich ernsthaft wirklich einmal um eine Palliativstation bemühen. Ich habe meinen Pa damals aus der Uniklinik rausgeboxt und mich um solch einen Platz gekümmert. Es war zwar in diesem Moment kein Bett frei, aber er konnte auf einer anderen Station bis dahin durch das palliative Team behandelt werden. Und glaube mir, es bringt was!!!!

Wir wünschen euch, dass das alles in Griff zu bekommen ist.
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Traurige Grüße von Conny (& Jörg - seit 15.5.08 nur noch in liebevollen Gedanken)

Ein Millionär und ein Bettler haben statistisch gesehen jeweils 1/2 Million!
Soviel zu Statistiken!

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mein geliebter Mann: BSDK 06.06.1959 - 15.05.2008
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