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Alt 29.03.2008, 11:16
miau miau ist offline
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Standard AW: Profil: Angehörige stellen sich vor...

Hallo,

ich bin die Michaela, bin 44 Jahre alt, und über viele Zufälle wurden die Rückenschmerzen meines Mannes als Gallengangs-verschluss diagnostiziert. Laut Medizinern war eine Whipple-OP die einzige Lösung, um noch länger leben zu können. Nach der OP wurde bei der Gewebeuntersuchung ein Papillen-Karzinom diagnostiziert, mit einer mikroskopisch kleinen Metastase in einem Lymphknoten der Bauchspeicheldrüse. Nach der OP sank der Tumormarker CA19.9 auf Normbereich. Leider wurde diese Woche der Tumormarker CA 125 als deutlich erhöhrt festgestellt. Was das zu bedeuten hat, weiß ich derzeit noch nicht, werde es aber bei Gelegenheit heraus bekommen, da der CA 19.9 nach wie vor normal hoch ist.

Die Diagnose war ein Schlag. Die ersten 3 Wochen lief ich auch mit dem Kopf im Sand durch die Welt, bis ich mit jemanden telefonierte, der mich wieder aufbaute. Nun kann ich wieder Licht in dem ganzen Dunkel sehen.

Mein Mann hat die Diagnose ein paar Tage vor seinem 50. Geburtstag bekommen. Für ihn ist es heute noch niederschmetternd. Mittlerweile wiegt er bei einer Körpergröße von 1,78 m ca. 60 Kg. Tendenz fallend. Er weigert sich zu essen und ich weiß nicht, wie ich ihn dazu motivieren soll. Noch dazu kommt die Antibiotika-Behandlung wegen einer Lungenentzündung, die auch nur zufällig entdeckt wurde. Nächste Woche soll er zur REHA, was ich zu früh empfinde. Sie ist aber schon 3mal verschoben worden und die Krankenkasse besteht darauf.

Nach all dem, was ich bisher herausgefunden habe, befindet sich mein Mann in einer Depression. Daneben ist er aggressiver wie früher geworden.

Wir haben zwei Kinder: die älteste ist geistig schwerstbehindert, die jüngere ist derzeit schwanger.

Liebe Grüße Michaela
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