Ihr Lieben alle zusammen,
ach, wir haben heute Furchtbares hinter uns bzw. Jörg (und dadurch bedingt auch ich). Ihm ging es die ganze Nacht trotz 6 Beutelchen von dem roten Zeugs schlecht, hinzu kamen Schüttelfrost, Panikattacken.
Auch sah er nach wie vor kreidebleich aus und fühlte sich, als müsse er sich verabschieden.

Trotzdem wurde er gegen Mittag auf die normale Station verlegt und bekam ein Einzelzimmer, was zwar immer sein Wunsch war, aber in diesem Fall ihn auch total ängstigte. Dann kamen plötzlich erneut heftigste Panikattacken, ich wusste überhaupt nicht mehr, was ich machen sollte, auch die Schwestern nicht. Bis er dann selbst auf die Idee kam, dass er vielleicht wieder einen Morphiumentzug hat. Dort erhielt er ja seine Opii-Tinktur nicht und auch sonst kein Morphium, sondern nur Novalgin als Infussion. Tja, am Nachmittag wurde ihm dann auf eigenen Hinweis hin Morphium gespritzt und innerhalb einer Stunde ging es ihm schlagartig besser, er bekam auch plötzlich wieder Gesichtsfarbe und war nicht mehr so total kraftlos.

Und somit konnte er auch wieder neue Hoffnung schöpfen. Ich selbst habe sie sowieso nicht aufgegeben, aber die Nerven liegen total blank.
Jetzt beten wir darum, dass sich sein Zustand weiterhin stabilisert.
Eine weitere Magenspieglung gabs bis jetzt noch nicht. Ich persönlich möchte gar nichts mehr wissen, denn wenn die was finden, Jörg aber eine OP ablehnt (abgesehen davon, wer soll die durchführen?), was bringt es dann? Außerdem hat er keine Kraft für eine OP.
Wünsche allen einen schönen Abend und allen - vorallem dir liebe Maarie - dass sie die Öhrchen steif halten.
Nachtrag: Habe ja völlig vergessen, mich bei allen auch im Namen von Jörg für die vielen lieben Wünsche und Daumendrücker zu bedanken. DANKE!!!