Hallo zusammen,
ich heiße Petra (49) und mein Mann(56) hat Bauchspeicheldrüsenkrebs.
als im Mai 2006 die Diagnose festgestellt wurde, zog es mir den Boden unter den Füßen weg. Aber das brauche ich hier ja niemanden zu erzählen.
Alles ist anders als vorher. Alles.
Wir hatten das "Glück", dass mein Mann operiert werden konnte. Das geht bei BSDK nur bei ca. 5 %. Er hat die OP gut weggesteckt, auch die 6 Monate Chemo waren einigermaßen erträglich.
Es gab in den 2 Jahren immer mal wieder falsch beurteilte CT´s, so dass man schon Anfang 2007 an ein Rezidiv dachte und mit 3-fach Chemo loslegen wollte. Mein Mann hatte immer mal wieder eine Entzündung und dann kam jedesmal die Angst. Ende 2007 dann fast eine Blutvergiftung, dann Thrombose. Leider vom Hausarzt nicht erkannt. Über Weihnachten ging es meinem Mann so schlecht, dass alle, auch der Hausarzt, dachten, das wars.
Durch eine Dopplersonographie wurde die Thrombose fest gestellt. Nach 2 Wochen mit Marcumar ging es meinem Mann wieder sehr gut. Hat die verlorenen 10 kg (Arzt dachte natürlich nur an den Krebs beim Abnehmen) innerhalb von 3 Wochen wieder zugenommen.
Das CT-Ergebnis von Dezember(3 Tage vor Weihnachten) zeigte leider, dass sich in der Lunge langsam etwas bildet, ebenso an der Hauptvene

Im Kontroll-Ct im Februar hat sich dies leider bestätigt.
Da es meinem Mann wieder so gut ging und er noch ein bischen das Immunsystem aufbauen sollte, möchte der Onkologe der Uniklinik erst die nächste Kontrolluntersuchung am kommenden Freitag abwarten und dann mit meinem Mann über eine Chemo sprechen (er weiß noch nichts über die neuesten Ergebnisse - zwecks Stärkung seines Immunsystems).
Ich habe im Pankreaszentrum in Heidelberg immer alle Befunde prüfen lassen und die dortigen Oberärzte sind ebenfalls der Meinung unseres Onkologen.
Bei BSDK sind die Möglichkeiten einer Chemo begrenzt, d.h. man muss genau abwägen, wann und wie lange man die Möglichkeit überhaupt hat. Deshalb Qualität vor Quantität. Und auch dort findet man es richtig, bevor die neuen Befunde fest stehen, meinem Mann das alles noch nicht mitzuteilen. Er hat gerade noch so tolle Sachen vor. Das wäre dann alles erst mal nicht möglich.
Die Entscheidung zur Chemo muss er dann treffen. Das wird dann schon eine harte Zeit. Er wird dann nur noch schlecht drauf sein. Dann kommt eine harte Zeit für uns (meine Tochter, 21 + mich).
Aber das kennt ihr sicher auch alle.
Dieses Wochenende ist er nicht zuhause. Ich habe gerade einen Riesengrundputz hiner mir und werde noch so einiges erledigen, damit ich dann wieder mehr Zeit für Alles, was da kommt, habe.
Ich bin berufstätig(65%), arbeite in einer Patientenverwaltung in einer Lungenfachklinik, sehe dadurch leider viel zu viel, habe aber so liebe Kolleginnen, dass ich immer die Möglichkeit hatte und habe, meinen Mann zur Chemo zu begleiten und was sonst so alles plötzlich los war.
Meine Tochter weiß über alles bescheid und wir beide sind ein tolles Team. Sie ist aber leider nicht die Stärkste. Ich hoffe, dass sie alles gut verkraftet.
Ich habe Angst, einfach nur eine Sch..... Angst. Der Termin rückt immer näher.
Liebe Grüße und viel Kraft an alle hier.
Petra