Hallo,
Ich habe es anfänglich versäumt, mich (Annika, 33 Jahre...ach neeee...werden jetzt viele denken

) hier bei Euch zu allererst einmal vorzustellen und hab zu einem Thema seinerzeit nachfolgenden Beitrag geschrieben. (Ich kopier das Ganze einfach ...dann spar ich mir das "Doppelgemoppel"

)
Ich bin quasi beim "Googeln" über diesen Eintrag gestolpert, und habe mich gestern für dieses Forum angemeldet. Seit dem 12.03.08 (ironischerweise genau am 55. Geburtstag meiner Mutter), hat sie die Diagnose des kleinzelligen Bronchialkarzinoms erhalten. Der Krebs hat bereits innerhalb der Lunge, sowie in der Leber eine Metastase gebildet. Man hat ihr gesagt, dass die eingeleiteten Maßnahmen nur noch palliativ sind und der Krebs an sich inoperabel und unheilbar. Ich glaube ich habe im Internet nach der "Patentlösung" für diese Krankheit gesucht, nach "der Ausnahme" was die Prognosen bzgl. der Lebenserwartung anbelangt. Was ich gefunden habe sind Menschen, die ebenso verzweifelt sind wie ich und den Austausch miteinander suchen. Meine Mama hat jetzt eine 3-tägige Chemo erhalten und hat nun 18 Tage Pause, bevor die nächste Chemo erfolgt. Bislang geht es ihr, den Umständen entsprechend gut. Der anfängliche Schock, das Verlangen aus diesem nicht enden wollenden Albtraum einfach aufzuwachen ist mittlerweile dem "aus den Dingen das Beste machen" gewichen. Vielleicht kann ich hier, gemeinsam mit Euch, ein Stück weit Trost finden und Höhen und Tiefen des Alltags Revue passieren lassen. Ich finde die Haltung der Betroffenen oftmals so unglaublich tapfer und meine Mutter, die bis vor einigen Wochen halt noch voll im Berufsleben stand, ebenfalls. Wär hätte da auch gedacht, dass aus einer Bronchitis auf einmal ein Bronchialkarzinom wird. Wißt ihr, ein Gedanke raubt mir fast den Verstand. Ich habe 3 Kinder - mein Sohn ist 10 Jahre, meine Tochter 2 1/2 und das Baby 8 Monate. Der Gedanke, dass die beiden Kleinen vielleicht gar keine Erinnerung an die Oma haben könnten ist kaum zu ertragen. Nun warte ich, wie jeden Morgen, dass meine Mutter anruft. Zu hören, dass es ihr recht gut geht gibt einem wieder Kraft für den Tag und die Hoffnung dass es noch lange so weiter geht.
Liebe Grüsse
Annika
...ja, Stand der Dinge ist jetzt, dass meine Mama am Mittwoch zum 2. Mal zur Chemo muss. Körperlich gesehen geht es ihr recht gut, aber sie ist zur Zeit einfach so traurig und niedergeschlagen. Außerdem macht ihr zu schaffen, dass sie, obwohl sie soviel schläft, einfach keine Erholung verspürt. Ich glaube man nennt dieses Syndrom Fatigue. Ich bin für jeden Rat dankbar, wenn jemand eine Möglichkeit kennt diesen Zustand zu verbessern. Ich werde versuchen mich ein wenig regelmäßiger hier im Forum zu beteiligen, aber die kleinen Hosenscheisser halten mich z. Zt. ganz schön auf Trab. Bin auch sehr traurig, dass ich meine Mama momentan nicht sehen kann. Uns hat leider die Grippewelle erwischt, und da ja jede Ansteckung vermieden werden muss, kann ich meine Mama im Moment noch nicht einmal besuchen.
So ihr Lieben, ich schaue jetzt noch einmal in die heutigen Beiträge und gebe ggf. mal meinen Senf dazu.
Liebe Grüsse
Annika