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Alt 22.04.2008, 22:50
liebsteprinzessin_1980 liebsteprinzessin_1980 ist offline
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Standard AW: Profil: Angehörige stellen sich vor...

Hallo,

ich heiße Monique, bin 28 Jahre alt und wohne in Greifswald M/V. Meine

Schwiegermutter hat seit 2003 Krebs. Darmkrebs mit Metastasen in der Leber. Der Darm ist wieder o.K. Aber die Leber sieht nicht gut aus. Nach fast fünf Jahren Chemo kein Wunder. Sie ist zum Glück ne Kämpfernatur. Und Oma will sie auch noch werden.
Jetzt im Moment sieht es jedoch leider nicht so gut aus. Ich hatte ihr von der Misteltherapie erzählt. Im Februar war sie dann in der Klinik für Anthroposophische Medizin in Berlin/Havelhöhe. Zwei der drei Metastasen wurden bei der ersten Behandlung entfernt. Zumindest sah es auf dem CT so aus. Die größte (7 cm) sollte bei der 2. Behandlung behandelt werden. Dazu ist es jedoch nicht mehr gekommen. Die Ärzte teilten ihr mit, das "schlafende Metastasen" geweckt wurden und sich am Leberrand 5 neue gebildet hätten. Zusätzlich zu der großen. Das kann durchaus vorkommen. Und ob die beiden anderen wirklich weg sind, kann ihr auch nicht mehr bestätigt werden. Sie wurde entlassen, mit den Worten "Genießen sie ihre letzten Monate noch". Mistelspritzen hätten sie ihr auch weiterhin verordnet. Sie war aber viel zu erschüttert wegen der Diagnose. Damit hätte keiner gerechnet.
In Rostock hat sie sich noch ne Zweitmeinung geholt. Mit dem selben Ergebnis. Nun hat sich die Klinik in Havelhöhe doch noch mal gemeldet und einer zweiten Behandlung zugestimmt. Was nun tun???
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg behandelt mit Mikrokügelchen. Da legt sie im Moment all ihre Hoffnungen rein.
Gibt es jemanden da draußen, der damit Erfahrungen hat? Ist wohl so eine Art Bestrahlung. das Problem ist nur. Wenn die Leber bestrahlt wird, kann später keine Misteltherapie mehr durchgeführt werden. Ist alles ganz schön verwirrend.
Die ganzen Jahre vorher hat sie sich nur auf ihren Onkologin verlassen, obwohl ich oft gesagt habe, sie soll sich nochmal über alternative Therapien erkundigen. Ich weiß ja, das sie irgendwann an dem verdammten Krebs sterben wird.
Das schlimme ist, diese Hoffnungslosigkeit, die ganz oft von extremer Hoffnung abglöst wird. Leider immer nur von kurzer Dauer, dann kommt die Hoffnungslosigkeit wieder.

Gute nacht
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