AW: Tonsillenkarzinom
Hallo,
ist schon wieder über einen Monat her, dass ich hier im Forum war, und inzwischen ist mit meinem Vater viel passiert, und zwar - ich wage das kaum zu schreiben - nur positives. Vielleicht kann das ja dem einen oder anderen von Euch, Betroffene/r bzw. Angehörige/r etwas Mut machen!!:
Nach OP und Strahlentherapie (bis Ende Januar) hatte mein Vater ne echte Achterbahnzeit. Einen Tag ging Essen etwas, Püriertes und ein paar Schluck trinken, am nächsten Tag ging wieder gar nichts. Psychisch war das die Hölle, weil er sich einfach auf gar nichts mehr verlassen konnte und keine Fortschritte gesehen hat. Irgendwann haben dann meine Eltern bei ihrem Hausarzt darauf bestanden, dass mein Vater Lymphdrainage bekommt. Er ist dann zwei Wochen lang jeden Tag dort hingegangen. In den ersten Tagen hat er noch keine Wirkung gemerkt, aber dann fing es an, ganz langsam besser zu werden. Das Schlucken fiel leichter und das Gefühl des Eisenrings um seinen Hals nahm ab. Dann kam die Reha - erst ca. 9 Wochen nach Bestrahlungsende - und seitdem sind die Fortschritte riesig. Er ist zur Zeit in der vierten Woche in Bad Lippspringe in der Cecilienklinik und nach wie vor begeistert von der fachlichen wie menschlichen Betreuung dort. Inzwischen ist er dank Lymphdrainage, Logopädie usw. soweit, dass er komplett alle Mahlzeiten essen kann, statt sie über den PEG zu bekommen! Nach der Bestrahlung Ende Januar war er noch so schwach, dass er kaHallo,
ist schon wieder über einen Monat her, dass ich hier im Forum war, und inzwischen ist mit meinem Vater viel passiert, und zwar - ich wage das kaum zu schreiben - nur positives. Vielleicht kann das ja dem einen oder anderen von Euch, Betroffene/r bzw. Angehörige/r etwas Mut machen!!:
Nach OP und Strahlentherapie (bis Ende Januar) hatte mein Vater ne echte Achterbahnzeit. Einen Tag ging Essen etwas, Püriertes und ein paar Schluck trinken, am nächsten Tag ging wieder gar nichts. Psychisch war das die Hölle, weil er sich einfach auf gar nichts mehr verlassen konnte und keine Fortschritte gesehen hat. Irgendwann haben dann meine Eltern bei ihrem Hausarzt darauf bestanden, dass mein Vater Lymphdrainage bekommt. Er ist dann zwei Wochen lang jeden Tag dort hingegangen. In den ersten Tagen hat er noch keine Wirkung gemerkt, aber dann fing es an, ganz langsam besser zu um einen 50 m langen ebenen Weg gehen konnte - jetzt läuft er die vier Stockwerke in der Klinik per Treppe! Als wir ihn dort besucht haben, sind wir zusammen in ein Café gegangen und dort bestellte er wie selbstverständlich ein Stück Kuchen. Wir waren allesamt sprachlos! Wenn ich mich daran erinnere, wie mühsam und schmerzvoll die ersten Essensversuche nach der OP waren ...
Langer Rede kurzer Sinn - die Cecilienklinik in Bad Lippspringe scheint ein sehr guter Tipp zu sein. Sie sind dort auch perfekt auf Leute eingestellt sind, die komplett über PEG ernährt werden müssen. Ursprünglich sollte mein Vater nach Wyk auf Föhr, wir haben aber gottseidank noch rechtzeitig erfahren, dass sie dort nicht auf PEG-Patienten eingestellt sind.
Ich hoffe, dass mein Vater jetzt über'n Berg ist. Über Rückfälle undsoweiter mag ich jetzt einfach gerade nicht nachdenken, das kann ich dann immer noch tun, wenn es notwendig werden sollte.
Vielleicht konnte ich Euch mit diesen Zeilen auch ein wenig Mut machen. Gebt nicht auf!
Herzliche Grüsse
Christina
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