Hallo Michaela,
hallo Maja,
hallo Karin
und hallo liebe Elli,
ich habe mich sehr über Eure Nachrichten gefreut. Ich hatte tatsächlich am Schluss noch eine schöne und intensive Zeit mit meiner Mutter. Das war wirklich schön und das wird mir auch bleiben.
Im Moment bin ich gar nicht so sehr traurig sonder fühle mich eher leer und erschöpft.
Um meinen Vater mache ich mir Sorgen der jetzt nach fast 50jähriger Ehe alleine ist. Im Moment schlägt er sich ganz gut, aber es ist alles auch erst eine Woche her.
Die Beerdigung am Donnerstag war sehr berührend. Am meisten hat mich berührt, dass eine Freundin von uns Geige gespielt hat. Das war sehr sehr traurig und das war gut so. Ich hab sie dann gebeten als nur noch der engste Kreis am Grab stand noch einmal zu spielen. Das schöne daran war für mich, dass es keine bezahlte Auftragsmusik, sondern unsere Freundin, die das nur für meine Mutter und uns gespielt hat.
Ich werde sicher noch ein paar mal hier im Forum vorbei schauen. Für mich war das Krebsforum ein wichtiger Mosaikstein in der Auseinandersetzung mit der fortschreitenden Krankheit meiner Mutter.
Ich finde wir haben alles richtig gemacht. Sie konnte zuhause bleiben und wir haben gemeinsam jede unsinnige Behandlung abgelehnt. Das war nicht einfach, weil wir uns dann eingestehen mussten, dass es keinen Ausweg aus dem Sterbeprozess mehr gibt, aber es war auch erleichternd, weil meine Mutter keine unsinnigen Qualen mitmachen musste.
Ich wünsche Euch allen Lesern und Schreibern hier (und mir auch) viel Kraft wo wir sie brauchen und genügend Stärke um auch schwach sein zu können damit wir nicht immer gegen das unausweichliche kämpfen müssen.
Mit lieben Grüßen
Reiner