Danke, liebe Britta, da habe ich auch schon echt drüber nachgedacht. Jetzt stell ich mir aber vor, wie so ein Bürohengst (sorry, bin selbst einer) über Monate mit Lesen verbringen muss und andere Fälle dadurch Jahre länger brauchen, um bearbeitet zu werden

. Und was mich auch ankotzt, dass man sich im schlimmsten Fall nackig machen muss.
Liebe Angie, danke dir auch. Muss aber was korrigieren bzw. klarstellen. Die Rententante, wo ich morgen hinfahre, ist eine "private Rentenberaterin", das heißt, sie wird von mir bezahlt, ähnlich wie ein Rechtsanwalt. Und die hat die Akte vom DRB angefordert, weil die Rente mit nur einem einzigen lapidaren Satz abgelehnt wurde, nämlich so ähnlich "die eingereichten Beweismittel sind nicht geeignet, um eine Versorgungsehe zu entkräften". Eine Begründung erfolgte also nicht. Und wenn wir in Widerspruch gehen, so müssen wir ja wenigstens wissen, aus welchen Gründen genau die abgelehnt haben und deshalb die Vorgehensweise abklären.
Und das Gesetz sieht es nun mal vor, dass die Ehe mindestens ein Jahr gedauert haben muss, um Ansprüche geltend machen zu können. Es sei denn, man widerlegt es mittels Beweisen (bei Unfalltod ist es was anderes), so dass am Ende jeder vernünftig denkende Mensch nicht den geringsten Zweifel mehr hat, dass es sich um keine Versorgungsehe handelt. Prinzipiell ist es ja dagegen nichts einzuwenden, denn bis 2001 bekam jeder - auch wenn er nur 1 Sekunde verheiratet war - Witwenrente, so dass vielleicht doch hier und da mal Schindluder getrieben worden ist.
Nur bekomme ich persönlich es eben nicht emotionslos hin und fühle mich total ungerecht behandelt. Dabei geht es mir noch nicht einmal so sehr ums Geld, denn ich werde wohl wahrscheinlich gar nicht viel oder überhaupt nichts ausgezahlt bekommen, da ich einen eigenen sicheren Verdienst habe. Es geht also nur um eine Anwartschaft. Viel wichtiger ist mir das Prinzip. Und ich bin froh, dass ich diese Rentenberaterin habe. Auch habe ich mich dazu entschlossen, notfalls zu klagen. Das wird zwar ein teurer Spaß, aber so habe ich wenigstens wieder etwas zu kämpfen

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Der Arztbericht und meine Stellungnahme hat denen jedenfalls nicht ausgereicht. Nun werde ich noch die Hochzeits- und andere fotos, evtl. ausgedruckte Mails, Eheringe usw. mitnehmen. Aber das hätte ja auch alles in weiser Vorausschau auf das Ableben getürkt sein können, als ob so ein Schwerkranker nichts anderes im Sinne hätte

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