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Alt 24.09.2008, 15:57
Shivanarama Shivanarama ist offline
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Standard AW: Nun hat`s meinen lieben Papa auch erwischt.............Guten Tag erstmal.

Hallo Ihr Alle,- einige von Euch mögen sich zwischendurch gewundert haben,- wo die Berliner denn inzwischen so abgeblieben sind.

Hatte irgentwie nicht die Ruhe und Zeit hier mal wieder was von meinem Papa zu berichten,- und zwischendurch war ich durch einen Online-Anbieterwechsel auch einige Wochen nicht internetfähig.

Also,- vorneweg...............soweit geht's uns allen eigentlich ganz "gut",- es ist irgentwie Ruhe eingekehrt in unserem Leben,- man ist nicht mehr so dauerpanisch wie noch vor einigen Monaten,- alles geht seinen Gang,- mein Vater ist ja nun schon seit 4 Monaten wieder zu Hause,- hatte mit einigen äußeren Metastasen zu kämpfen,-hat inzwischen zwei Blöcke Bestrahlungstherapie hinter sich,- und erholt sich Zentimeterweise ein wenig von den Tortouren die hinter ihm liegen,das 5-wöchige Koma und auch der in dieser Zeit durchlebte septische Schock haben seine Spuren hinterlassen,- und dann die sofortige Rückkehr des Krebses natürlich auch............aber er gibt sich die größte Mühe,- wieder auf die Beine zu kommen.
Wurde er doch nach dem Koma so gut wie bewegungsunfähig wieder wach,- läuft er jetzt am Rollator so flink,- daß wir Mühe haben ihm zu folgen..........na ja,- aber eben nur über kurze Strecken,- dann übermannt ihn die körperliche Erschöpfung,- und Luftknappheit,- die sich nicht richtig begründen läßt,- Lungeröntgen zeigt keine Metastasen,- nur wieder ein wenig Wasser um die Lungen herum,- was aber nicht so arg ist,- daß es punktiert werden müßte...............das Herz ist so "fit" wie vor der OP,- er war grad heut beim Kardiologen,- das Bauch-CT vor drei Wochen hat keine erkennbaren Metastasen gezeigt,- das Rücken-CT vor zwei Monaten auch nicht,- aber an seiner Rückennarbe,- dort wo sie die Speiseröhre entnommen haben,- hat er nen dicken Knubbel,- der laut seiner behandelnden Ärztin keine Metastase ist, -laut den Onkologen in seinem Krankenhaus,indem er auch operiert wurde,- ist es schon eine,- Kirschgroß,- aber bisher ohne Schmerzen.

Nun tat sich dann doch die Frage auf, ob nicht doch eine Chemotherapie angesagt wäre,- um sein Leben evtl. doch noch sichern zu können,- aber die behandelnden Onkologen,- wie auch die im Krankenhaus raten meinem Vater davon ab,- a) weil er sein Leben jetzt augenblicklich gerade ganz gut genießen kann (wieder)..........b)..er immer noch sehr geschwächt ist,- und c) eine Chemotherapie auch nur 20-40% Sicherheit bietet,- daß die Metastasen sich sozusagen verkapseln und es sich nur um eine palliative Chemotherpie handeln würde- keinesfalls nochmal wie Anfangs eine nach dieser Magic-Studie,- die wäre zu heftig und man müßte sie ganz bald wieder abbrechen.

Komisch,- mein Vater der ja in den letzten Monaten sehr nah am Wasser gebaut war, -oft und lange geweint hat,- hat diese Aussage ganz gelassen hingenommen,- immerhin hat man ihn mit dieser Aussage eigentlich ja "abgeschrieben",- so in etwa................ähhh,- wir können eigentlich nichts mehr für Sie tun,- außer die Metastasen ,- die evtl. mal auftauchen und Probleme bereiten,- entweder zurückzubestrahlen (außer die im Bauchraum,- da geht nichts mit ner Bestrahlung,- aber man könnte dann immer noch überlegen ne Chemo zu machen,- um sein Leben etwas zu verlängern,- aber eben nicht mehr um ihn zu heilen.

Heißt daß jetzt im Klartext,- wenn eine Streuung stattgefunden hat,- ist der Mensch dem Tod geweiht??

So richtig einsehen kann und will ich das noch nicht,- aber es wird wohl schon stimmen,- oder???

Vielleicht antwortet wer,- der darüber Bescheid weiß,- für Meinungen anderer Betroffener oder auch Angehöriger bin ich /sind wir sehr dankbar.

Ansonsten hoffe ich,- daß bei Euch soweit alles im grünen Bereich ist??ß

Liebste Grüße von Marion und Familie aus Berlin.
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