Ja, die Angehörigen leiden mit, das kann ich nur bestätigen...bei mir selbst ist es aber so, dass ich mir noch ein schlechtes Gewissen mache, wenn ich meine Bedürfnisse mal nicht hintenan stelle...ist also irgendwie eine doppelte Belastung, da muss man sich schon arg mit beschäftigen, um nicht irgendwann durchzudrehen.
@Seniora Iris - habe Deinen Beitrag mitverfolgt und kann mir vorstellen wie es Dir nach dieser Diagnose geht

würde die Reaktion Deines Mannes positiv sehen, wieviele Betroffene schreiben hier, dass sich die Männer total zurückziehen, ob nun im Angesicht der eigenen Diagnose oder der eines nahen, lieben Angehörigen. Dein Mann redet zumindest über seine Gefühle, das finde ich gut! Er hätte das ganze sicher diplomatischer formulieren können, aber an sich ist das doch schön, oder?
@Schnuckel66 - finde, Du hast genau richtig reagiert, indem Du die Entschuldigung nicht angenommen hast. Schieß den Giftzwerg in den Wind, ist nur unnötiger Ballast
Haben jetzt selbst einen ziemlichen Hammer erlebt. Meine Ma (Burkitt-Lymphom) bekam in der Klinik Besuch von einer ehemaligen Nachbarin, deren Mann kürzlich an LK verstarb. Nachdem sie sich 2 Stunden lang Horrorgeschichten anhören durfte und Aussagen wie "Der Professor H. ist sowieso unfähig!" (zufällig behandelnder Arzt meiner Ma) konnte sie sie endlich loswerden, weil sie eine intrathekale Hochdosis-MTX gesetzt bekommen sollte.
Nachdem sie diese bekommen hatte und wieder zurück auf dem Zimmer war, klingelte auch schon das Telefon. Die Nachbarin war dran und sagte : "Ach, was ich eben noch vergessen hatte : hab eben beim Rausgehen Deine Zimmernummer gesehen. Auf der 612 ist unser Udo übrigens verstorben!"
Solche Leute braucht man doch, die geben einem so richtig Kraft!!
Kopfschüttelnde Grüsse,
Maya